Wundarzneykunst. iy,
besten, sind einige Nachrichten vorhanden. Als Me-nelaus von einem Pfeile verwundet rvuroe, ließ er dengedachte» Machaon rufen, welcher die Wunde berrach»tete, dasBlut Heraussog und einen schmerzstillendenVer,band darauf legte g>, der gewöhnlich aus dem Safteiner bittern zerstoßenen Wurzel bestand l>); vorherober wusch man die Wunde mit laulichtcm Wasser i).Auch die alten Deutschen ließen sich das Blut aus ihrenWunden saugen, weil dadurch die Heilung befördertwird, aber das übrige überließen sie der Natur k).Achilles entdeckte zuerst die gute Wirkung des Grün-spans bey der Behandlung der Wunden, denn er heilteden Telephus mit dem Rost seiner Lanze, deren Spitzevon Kupfer war I). Die Söhne des Autolycus ver-banden die Wunden des Ulysses und stillten das Blutmit Worten m); der Aberglaube mischte sich also auchhier frühzeitig ein. Auch der Knoten, den Herkuleserfand, wurde zur Heilung der Wunden gebraucht u).
Statt der Messer bedienten sich die ältesten Wund»ärzte scharfer Steine; noch zu Mosis Zeit bediente o)man sich bey der Beschneidnng eines scharfen Steins;auch wurden die Leichname von den Balsamirern miteinem scharfen Stein aus Ackhiopien geöffnet p). Jesai-as, der um das Jahr der Welt zaoo lebte, kanntebereits die erweichende Kraft der Feigen ez). Zu sei«ner Zeit war auch der Gebrauch der Pflaster und dieschmerzstillende oder heilende Kraft des Oels be-kannt r), und Jeremias gedenkt unter dem Namen derSalbe des Balsams von Mekka, der seit denältesten Zeiten zur Heilung äußerlicher Schäden ge-braucht wurden).