Band 
Achter Theil.
Seite
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2 io Zahlen,

ken die Zahlzeichen der Egyptier seyn müßten, weil sieauf den Obelisken die Zahl des Goldes, Silbers, derWaffen und der Pferde anzuzeigen pflegten, welchedie unterjochten Völker, als Tribut an sie bezahlenmußten; die senkrechten Linien sind, seiner Meynungnach , die Einheiten , eine Qucrlinte darüber bedeuteteio,zwey Querlinien darüber so viel als roc>, dreyOuerlinien aber rooo x).

Die Griechen bedienten sich zu den Zahlzeichen erstder Anfangs'Tuchstaben ihrer Zahlwörter; aber nach-her brauchten sie hierzu ihre Buchstaben, so wie sie imAlphabet folgten und legten ihnen die Bedeutung ihrerZahlen bey t>). Eben so bedienten sich auch die He-bräer, die Römer, sowie die meisten Völker des Alter-thumes , der Buchstaben, um ihre Zahlen auszudrücken,wodurch ihnen aber das Rechnen beschwerlicher wurde,als uns. Die Lateiner änderten ihre natürliche Zahlzei-chen dahin ab, daß sie dafür die Buchstaben I (Eins), V(Fünf),X (Zehn), O (Fünfzig), 0 (Hundert), 1)(Fünfhundert), IVl (Tausend), annahmen.

Diele sind der Meynung , daß unsere fetzige Zahl-zeichen von den ältesten Alphabeten der Phönizier,Egypticr, oder Griechen herrühren; besonders hältHuetius i) unsre Zahlzeichen für verderbte griechischeBuchstaben; Herr Professor Klügel erklärt sie hinge-gen für eine morgenländische Schrift, die aus Egnpkcnstamme, und von den Egyptiern waren die Zahlzei-chen , vielleicht nach des Campyses Einfalle, nach In-dien , und von den Indianern zu den Arabern gekow-wen K). Andere haben die Erfindung unsrer Zahl-zeichen den Arabern zugeschrieben, welches aber von