Band 
Achter Theil.
Seite
216
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si6 Zaubergemälde.

Acu>r anzeigt Herr I C. Gütle in Nürnberg «r.fand sie.

Zaubergemälde oder magisches Bild , ist einebelegte Glastafel, welche, wen» sie m,r Elektricitätgeladen und derart wird . einen deftigen Schlag giebt,aber mit aeköriger Vorsicht sich ohne schlag berührenläßt und auf diese Art jU einem artigen Verfug , dient»Dieses Zaubergemälve, welches zu den berühmtestenVertuschen Belustigungen gehört, wurde von Kinners-ley erfunden, aber Franklin beschrieb es zuerst sin Lahri' 5 > , und Wilke that i. I. 1758 Vorschläge zurbessern Einrichtung desselben. Man nehme einen Ku.pfcrstich , etwa von einem König, schneide das Brust-bildheraus, vergolde dessen Hintere keile, und klebees mit dünnen Gummiwasser auf eine Tafel von Glasso, daß die Vergoldung ans Glas kommt und eineBelegung desselben obgiebt. Auf die andere Seiteder Glastafel klebe man den übrigen Theil des Kupfer-stichs so auf, daß dessen rechte oder vordere Seite ansGlas kommt, damit von vorn gesehen das ganze Bildin feiner gehörigen Lage erscheine, obgleich das Brust-bild vor dem Glase, und der übrige Theil des Kupfer-stichs Henker demselben ist. Die Hintere Seite derElsstafcl U"d des darauf geklebten Papiers überzieheman nun mir Goldblättchen, lasse aber den obernTheil frey. Zuletzt fasse man das ganze Bild amobern nicht vergoldeten Theile an, und setze eine kleineauf beyden Seiten vergoldete Krone auf doS Hauptdes Kö"igs. Wird nun diese auf beyden Seitenbelegte Glastafel schwach gelogen und einer Person indie Hand gegeben, baß selbige die Hintere Vergoldung