Zeichensprache. 2Z7
wanden bekanntest, um einem andern seine Gedankenmitzutheilen. Die Alten bedienten sich hierzu der Fingerund schrieben diese Erfindung, vermittelst der Fingerandern seineGedankcn mitzutheilen, der Polymnta zuDie Morgenländer bedienen sich der Blumen hier»zu; man schickt z. D. jemanden einen Blumenstrauß;der andere weiß dann aus der Gattung der Blumen,aus ihrer Farbe und aus der Zusammenstellung dersel-ben sicher zu errathen, was man dadurch zu erkennen ge»den wollte b). Zwey korsikanische Abbe's, nemlich dieHerrn Euiliani und kiccia boten dem Paoli «ine Zei-chensprache an, die sie den fliegenden Courier nanntenund die der Herr von Pigneron in Frankreich verbes-sert hat. Die Damen von Genua theilen sich ihre Ge-danken von einem Belvedere zum andern durch Hülfeverschiedener kleiner Pavillons unk. Als dem Paoli«In Bote geschickt wurde, sprach er zu ihm: „erzähltwieder, was ihr da gesehen habt; der Bote hatte einSchnupftuch, einen Zirkel und eine Tabatiere auf demTische gesehen, das konnt- er jedermann erzählen unddoch wurde dadurch nichts verrathen, weil Niemanddie Deutung davon verstand. Bey Gelegmheit eineröffentlichen Freudcnsbezeigung sagte Paoli zu dem Cou-rier , den er nach London schickte: erzählt demLord N. ,was ihr gesehen habt und weiter nichts.'"Der Bote that dieses in London und der Lord riefaus„also hat euer Genera! Korsika verlast»«?" Ber-ber Zurückkauft des Couriers war Paoli wirklich schonin Livorno c).
Zu den Zeichensprachen gehören auch noch manch«Arten der Kryptographie, ferner die Telegraphie; s.Kryptographie, Telegraphie.