244 Zeitmesser,
einem Gestelle ruhenden fünf viertel Ellen langen und2 Zoll breiten Tretgen, an dessen einer schwächerenKante man zwey Kerbgen macht, die einen Zoll weitvon einander stehen. Aus den Winkeln der Einschnittezieht man zwey Linien, die mit den Seiten des Drcksparallel laufen und eine Dresdner Elle lang sind. DieseElle theile man nach einer Schmiege in ganze , halbeund Viertels Zolle, und numerire sie am Rande so,daß 24 an die Kante kommt, wo die Einschnitte sind.Ferner zieht man einen starken Faden durch eine inder Mitte durchgebohrte Bleykugel, man nehme die En-de des Fadens, lege jedes in einen Einschnitt, ziehe sieganz bis an den letzten Zoll, daß die Bleykugcl zwi-schen beyden Einschnitten hart anliegt, befestige nundie beyden Enden an einem Klötzchen von unten hin-auf und zwar da, wo die Linie hinzeigt; um sovielGrade man nun den Halter oder das Klötzchen aufdem Pendulmesser hinunterschiebt, um so viel wächstder herabhängende Perpendikel; man schiebt alsdannden Halter soweit, bis die Schwingungen des Pen-duls der Geschwindigkeit des Takts in einem Stückegleichkommen, und sitzt, bey welchen Graden dasKlötzchen steht, wonach man bann den Takt in der Ue-berschrift des Stücks angiebt f) Im Jahre 1790beschrieb Herr Abel Bürja, Pros. der Math. zu Ber-lin , «inen von ihm erfundenen musikalischen Zeitmes-ser , welcher der Hauptsache nach in einem Pcndulbesteht, welches nach Belieben verlängert oder verkürztwerden kann, und in einer langen Scale, wonach sichdie Länge d s Pcnduls für jedes Tempo einrichtenläßt z). Herr Johann Georg Prasse, Kunstnhrma-