-74 Zvdiakallicht.
Zobia 5 allicht, Zvdiakalschein, Thierkrelslicht,ist ein weisses, der Milchstraße ähnliches Licht, welchesman kurz vor Aufgange oder kurz nach dem Untergängeder Sonne, besonders im Frühjahre und Herbste, beydem Orte oder Stande der Sonne erblickt. Dieses Lichtgeht von der Sonne abwärts, am Horizonte schief aus'rvärtS , nach der Richtung der Ekliptik oder vielmehrim Thierkreise fort, und läuft an seinem obern Endespitzig zu; es erhebt sich in Form einer Pyramide,50 bis 100 Grad hoch, und ist bald schmäler baldbreiter. Zobiakal- oder Thierkreislicht heißt es, weiles sich niemals anders, als im Thierkreise zeigt undeine Strecke in denselben hinaufreicht. Es kommt alle-mal von dem Orte, wo die Sonne auf» oder unter-geht, bald ist es nördlicher, wenn die Sonne demScheitel näher kommt, bald südlicher, wenn sie sichdavon entfernt. Der Stand der Erde und die in derErdluft vorgehende Veränderungen machen, daß manes nicht allezeit sehen kann. Unten am Horizont, woes aufzusitzen scheint, ist es am breitesten, oben laustes in eine leuchtende Spitze aus. Seite» hat es un-ter 4z und selten über ivZ Grad Höhe oder Länge; dieBreite ist von 8 bis 22 Grad.
Childre in England war der erste, der dasZvdiakallicht beobachtete s); Caßini sahe es am >8März, 1684 zuerst und machte es bekannterb); ervermuthet, daß diese Erscheinung eben dieselbe sey/welche die Alten durch den Namen der Balken (ö-xo-,trabe«) andeuteten. Nach ihm beobachteten Fatio I>eDuillier zu Genf, dann Klrch und Eimmort, und spä-ter noch Herr von Maimn das Zodiakallicht. Herr