Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Fackel-Distel.

gen Arten, bemerke ich vorzüglich diejenigen, welche inunsern Gärten vorzukommen pflege».

i. Die sechseckige surinamifche Fackeldistel, Ce-reus Surinamer.fis; Cactus hexagonus Linn. Der ein«fache, fast durchgehende grüne, Stamm erreichet nachdem Alter eine verschiedene Höhe; man sieht dergleichenvon 6, 8 und mehrern Ellen. Wetzen der Hohe desGlashauses muß man solchen endlich abstutzen, wodurchdenn auch geschieht, daß derselbe, sonderlich am unternTheile, einige Beste hervortreibt. Diese, wie auch derStamm, haben nickt überall gleiche Starke, richte»sich aber gerade in die Höhe, und stehen von selbst auf-recht; der Länge nach sieht man vertiefte Furchen, undweit vorragende Ecken, deren Anzahl und Größe nichtimmer einerley ist. Die Ecken laufen auch nicht allevon unten bis oben in einem fort; einige fangen untenan, und hören in der Mitte, oder sonst unbestimmt auf,da hingegen andere erst in der Mitte ihren Anfang neh-men. Gemeiniglich zählt man 6, selten über 8 Ecken.Die Ecken sind der Lange nach mit vielen, nicht weitvon einander entfernten, kleinen Erhebungen bezeichnet,auf welchen zarte, aber steife, wie ein Stern ausgebrei-tete Stacheln, und zwischen diesen kleine wollichteHaa-re sitzen. Die Stacheln sind anfangs grünlich, werdennachher braun und endlich schwarz. Und solchergestaltzeigt sich die Pflanze viele Jahre. Wenn' die Blumeerscheinen soll, läßt sich nicht bestimmen; eö kommt vonungefähr. Aus einer Ecke über dem stachelichten Ster-ne erscheint zuerst ein rundliches Knöpfchen, welchesungefähr binnen 20 Jahren solchergestalt wächset, daßcS sich in die Blume selbst ausbreiten kann. Die Oeff»nung der Blume geschieht niemahls am Tage, sondernwenn die Sonne untergegangen ist. Sie ist in derNacht in dem vollkommensten Zustande, zieht sich ge.gen den Morgen schon wieder zusammen, öffnet sichauch nicht wieder, sondern verwelket in kurzer Zeit. Sie

dauert