Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Z8 Färben.

erreichen könnte, wenn man nicht' über die Schönheit undDauerhaftigkeit der Farben ausführliche Gesetze und Regle-ments verfertigte. Der einsichtsvolle und unermüdete Colbertließ viele geschickte Leute wegen der Schönheit und Tüchtigkeitd>r Farben Versuche und Proben machen. Einem jeden wurdenur cme einzige Farbe aufgegeben, um dieselbe vollkommen zubearbeiten, und durch unermüdete und mannigfaltige Versuchedasjenige zu bestimmen, worauf die Schönheit und Dauer-haftigkeit einer jeden Farbe ankäme, und was vor Proben die-selbe aushalten müßte, wenn siejdafür erkannt werden sollte.Hieraus kam nun das berühmte Färberreglement in Frankreichzu Stande, welches Frankreich, noch mehr aber seinem große»Colbert, so viel Ehre gemacht hat. An dieser! Vorsorge fürdie Schönheit und Tüchtigkeit der Farben hat auch Frankreichseit der Zeit niemahls etwas ermangeln laßen. Es ist allezeiteinem Mitgliede der pariser Akademie der Wissenschaften aus-gegeben gewesen, seine vornehmste Bemühung und Beschäfti-gung in Versuchen über die Schönheit und Dauerhaftigkeitder Farben bestehen zu laßen, und, was er darin nützliches er-fände, dem Minister über das Commerzienwesen anzuzeigen.Diese Aufträge sind auch in keine unwirksame oder untüchtigeHände gefallen. Es ist den Gelehrten nicht unbekannt, wasvor schöne Abhandlungen, die Farben betreffend, die Weltdem Hrn Hellot und seinen Nachfolgern zu danken hat.

Die Farben sind nichts Wesentliches; sie sindeine bloße Erscheinung auf der Oberfläche der Körper.Ihr wesentlicher Grund beruhet in den siebenerley Far-ben der Sonnenstrahlen oder des Lichtes. Der vor-treffliche Newton, der Herr Graf v. Büffon, undändere berühmte Naturforscher, haben dieses genugsamL erwiesen; und es ist also nicht nöthig, diese Beweisehier zu wiederhohlen. Indessen will ich die Sache hier,

, so viel möglich M erläutern.

Wenn die Sonnen» oder Lichtstrahlen auf die Ober-fläche eines Körpers fallen, so brechen sich diejenigenvon den siebenerley Farben der Sonnenstrahlen, undfallen von dessen Oberfläche zurück, welche die Erschei-nung einer gewissen Farbe, die man diesem Körper,zueignet, oder welche das Auge an einer gewissen Ma-