Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Farben. 59

tttie wahrzunehmen glaubt ; die übrigen sechserlei Fax.ben der Lichtstrahlen aber verlieren sich in seiner Ober.stäche, und prallen davon nicht zurück; oder man kgnnsogen: die übrigen Farben der Sonnenstrahlen verwik-kein sich in die zarten Theilchen auf der Oberfläche ei«nes Körpers, so, vaß nur eine einziae Art von diesensiebenfarbigen Strahlen ihren Schein zurück wirft. ESist freylich nothwendig erforderlich, daß diese Oberflächediese-KörperS oder diese Materie in ihren zartestenTheilchen eine gewisse Beschaffenheit haben muß , wel.che den Grund davon ausmacht, warum nur die einevon den siebenfarbigen Sonnen- oder £td)t ^rnt)len zu.ruckpralle., die andern aber nicht. Jnd.ssen kannman doch diese Beschaffenheit nicht als einen wesenkli.chen Grund der Farben ansehen. Es ist leicht begreif,lich, daß diese Beschaffenheit nicht auf wesentliche Be-pandtheile eines Körpers oder einer Materie ankommt,sondern daö Zurückprallen einer gewissen Art von Licht-strahlen beruhet bloß auf einer gewissen Lage seiner zar-testen Theilchen, wodurch dieselben geschickt werden,diese und keine andere Farbe von den Lichtstrahlen zu-rückzuwerfen. ' Die Lage der zarten Theilchen aber istnichts Wesentliches in den Körpern und Materien; sieist bloß etwas zufälliges, und kann verändert werden,ohne daß dadurch das Wesen und die Natur des Kör-pers eine Abänderung erleidet. Wollte man einwen-den, es sey um deshalb sehr wahrscheinlich, daß dieFarben etwas Wesentliches seyn müßten, weil die Far-bematerialien gemeiniglich schon eben die Farben ansich hatten, die sie auf den Zeugen hervorbrächten: soläßt sich hierauf sehr leicht antworten. Es ist zuvör-derst nicht allgemein gegründet, daß die Farbemateria-lieu eben diejenige Farbe, welche sie wirken, an sich ha-ben. Bey den meisten Farbekräutern und Rinden fin-det dieses keinesweges Statt, insonderheit bey ollenKrautern- Rinden und Hölzern, womit man gelb und

. blau