Färberey. Fäule der Schafe. 9z
Färberey, L. Tinctura, Fr. Teinturerie, bedeutet ent«weder: l) eine Werkstätte oder ein Haus, worinn gefär»bet wird, das Farbehaus, siehe oben, S. 70; oder2) die Wissenschaft und Kunst zu färben, siehe Fär-ben; oder endlich g) das Geschäft eines Färbers selbst,es mag solches nun entweder als ein Nebengeschäft mitandern Handwerkern verknüpft seyn, oder als eine ei»gene Profession getrieben werden.
Färse, in einigen Gegenden, eine junge Kuh, welchenoch nicht gekalbei hak; welche in andern Gegenden eineGckelde, eine Ralde, genannt wirb. Holländ.Varse,Verse. Stehe Farr.
Färsenkalb, siehe unter Ralb,
Färche, siehe Fährre.
f äsche, siehe Fascke.
ä'cr, siehe Fäct'scr.
Fäsercken, siehe Faser.
Fastcken, Xäßlein, Fässel; siehe Fuß.
Fäule, Fäuli-.iß, Fäulung; siehe Fäuiniß.
Auf Bergwerken heißt Fäuse, wenn der Gang,an statt de» fesien Gesteins oder Erzes, ein faules d. i.Mürbes Gebirge führet, dadurch, wie auch durch fesieSGcstein und übersetzende Gänge, ein Gang alsorer»drucket, versetzet oder abgeschnuten werden kann, daßer nicht mebr zu erkennen ist.
Fäule, am Horn bey Pferden; s. Horn-Durckfauleti.Fäule der Schafe, Fäulung. Andruck i»n Leibe, dasfaule Wasser, die faule wasserfuckc, das Faul»fressen, das Fäulrfck werden, Engl iior, eine sehrgemeine Krankheit unter den Schafen, wenn sie anNiedrigen, feuchten und mit Thau bedeckten Gegendengeweidet werden. Es gibt sich dieselbe äußerlich durchkeine merkliche Veränderung, sondern nur durch dasBesihen der Äugen und des Zahnfleisches, zu erkennen.Die Umstände der vorhergehenden Nässe; der Zustan-det Äugen, die awdenn matt, blaß und feucht j>nd, an