Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
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132 Falk.

Derjenige, auf dessen Faust er sitzt, pflegt ihn oft zubewegen. Wenn die Lerche auf der Erde sitzt, ergreiftein anderer Jager das andere Ende des Strickes, der inder Mitte mir einer Netzwaud, von ungefähr 2 Klafterlang und breit, versehen ist, reitet um die Lerche herum,und fangt solche, indem er auf den Wink des FalkenierSdie Wand niederläßt.

6. Der Baumfalk, Schwimmer, (weil er beymFliegen sich in der Luft so still und unbeweglich erhält,olr wenn er schwämme,) ÖenärotLico, kaico arbo-reus, gr. Hobreau, Haubereau, ist merklich kleiner,als der gemeine Falk, und unter allen Falken am schön,sten gezeichnet, insonderheit am Kopfe und Halse, mitschwarzen, gelben, sächlichen, weißen und grauen Fe-der«. Der Schnabel ist blau, und die Füße sind gelb.Er unterscheidet sich auch von den gemeinen Falken durchseine natürliche Lebensart. Der gemeine Falk besitztmehr Verwegenheit, Lebhaftigkeit und Muth, und stößtauf weit größere Vögel, als dieser. Der Baumfalk istweit furchtsamer; wenn er nicht besonders abgerichtetist, stößt er bloß auf Lerchen und höchstens auf Wach.teln; bloß durch seine Emsigkeit weiß er den Mangel anMuth und Eifer hinlänglich zu ersetzen. So bald er ei-nen Jäger oder dessen Hund gewahr wird, folgt er ih-nen beständig in der Nähe, oder schwebt gerade überihnen, und bemühet sich, die kleinen Vögel, welche sieverscheuchen, zu erhäschen. Wenn der Hund eine Lercheoder Wachtel aufjagt, und der Jäger fehlschießt, so ister dagegen sicher, keinen Fehlstoß zu thun. Er hält sicham liebsten nahe bey Gehölzen in den Ebenen auf, wodie Lerchen häufig anzutreffen sind. Ob sich gleich dieLerche sehr hoch jn die Luft schwinget, so steigt ein Baum»Falk doch noch weit höher, und laßt sich so gut als einanderer sehr hoch streichender Raubvogel, an das Feder-Spiel gewöhnen. Er pflegt in Wäldern auf den höchstenBäumen zu horsten und sich aufzuhalten. Uebrigens