Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Falk. 135

so groß als ein Fasan, nährt sich von Mäusen, Frösche«und todtem Aaße, wird aber nicht zur Jagd gebraucht.

Eine gewisse Art dieser Falken, welche ihre Jun-gen mit aufgesammelten Bienen und andern Jnsecten,auch Jnsecrenpuppen rc. zu füttern pflegt, wird Die-neitfrester, Honigbußhard, Falco apivorus, Bu-teQ veipivorus , §r. Bondrge, genannt.

14. Der kleine Falk, das Schmierlein, derScdmerl, Falco parvus, Falconellus, Falco Zession,^lerlinus, Fr. X-lerlin. Das Schmierlein der Falke-Niere, welches von der unter den Naturforschern bekann-kern Gattung unterschieben ist, und welches man zurBethe abrichtet, ist, wenn wir die Würger oder Neun-Töbker (Famus) ausnehmen , der kleinste unter allenRaubvogeln, welcher an Größe kaum die Drossel über-trifft. Er gleicht dem Falken in Ansehung der Federn,der Form und der Stellung. Er hak so gar eben einsolches Naturell, eben so viel Gelehrigkeit, und nichtweniger Feuer und Muth, als die Falken. Man kannihn zu einem vortrefflichen Beihvogel für Lerchen,Wachteln und Repphühner abrichten, die er stößt undmit sich fortnimmt, ob sie gleich schwerer sind, als erselbst. Oft tödtet er sie mit einem Fang, indem er sieentweder auf den Magen, auf den Kopf, oder auf denHals schlägt. Er gleicht übrigens, in Ansehung derFigur, mehr dem Baumfalken, am meisten aber demSteinfalken. Er fliegt niedrig, aber sehr schnell undleicht. Er halt sich vorzüglich in Wäldern und Büschenauf, um daselbst kleine Vögel zu stoßen.

15. Der Taubenfalk, Taubengeyer; siehe un-ter Geyer.

Die Falken fängt man auf unterschiedene Weift,und zwar, wie alle andere Raubvögel, mit aufgerichte-ten Garnen, Wänden^ Rinnen, Schleife«, Leimruthen rc.und mit Habichksfängen. Zum Abrichten, werde» siejung aus dem Neste genommen.

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