Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Falk.

Nach Hrn. V. Lepechin Bericht, im 2 Th. seines Taze»Buches der Reise durch versch. Provinzen des ruff. Reiche,im I. 1770, erheben die Baschkiren, welche von Natur großeJäger auf die Naubvögel sind, und immer darnach trachten,junge Falten aus den Nestern zu bekommen, und sie zu Hausesorgfältig ausziehen, wenn sie die Falken aus ihren Nestern hoh-len wollen, ein großes Geschrey, pochen und lärmen dabey mitSteinen, damit sie in den Sleinklüsten, wo die Falken zu ni-sten pflegen, das Loch entdecke», wo der Falk sein Nest hat.Durch dieses Schreyen werde'« die Falken verscheucht, und ver-laßt» ihre Nester. Das Hcraushohlen der Beute selbst aberwird den Falkcnjägern nicht so gar leicht; denn die Falken su-chen sich ihre Höhlen mitten in den steil abgestürzten hohenWänden aus, wohin man sich 30, zuweilen auch wohl mehrFaden von oben herablaßen muß Sie binden Stricke an ein-ander, und laßen sie oben vvm Berge so lange hinunter, bisdas Ende, an welchem ein Knüttel angebunden ist, gerade vordem Falkcnneste ist. Daran läßt sich ein Baschkire hinab, undhöhlt die jungen Falken aus dem Neste. Mit diesen mnß manihn nachher bis vollends ganz aus den Fuß des Berges hinunterlaßen, welches zuweilen an 70 bis 80 Faden beträgt.

Aus Holland kommt jalulich em gewisser Falkenfän-ger nach dem Herzogkhum Bremen, welcher sein Glückdaselbst versuchet Er findet sich gemeiniglich um Bar-tholomöi ein, und halt sich daselbst bis Martini, nachBeschaffenheit des Wetrers zuweilen auch wohl bisWeihnachten auf Der Fang ist nicht allemahl gleich.Wenn auch nur '6 bis 8 grosse Falken gefangen werden,so hält der Falkenfänger seine Mühe und Arbeit schonbelohnt. Denn sie werden, nachdem sie abgerichtetworden, nach Frankreich gebracht, und daselbst sehrtheuer, das Stück oft, wenn sie recht schön sind, zu6c>oholländische Gulden verkauft. Zuweilen fängt er wohlnoch einmahl so viel. Im 1 .1765 bekam er 13 Stück,und darunter einen ganz weißen.

Es darf aber nicht ein jeder, der da will, in gedachtem Her-zogthume einen Falkenfanq anlegen, sondern der die Erlaubnißdazu vom königl. Amn «halten hat. Ein solcher mußte ehe-dem, wenn ihm die Concession ertheilt ward, einen abgerichte-tcn Baumfalken, und baun jährlich 1 Pfund Pfeffer liefern.

Den

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