Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
205
JPEG-Download
 

Farnkraut. 205

Blattchen sind bisweilen stumpf, gleichsam abgestutzt,und drey-oder vierfach ausgezackt.

2. F^rnkrautweibb in, Filix femina, Filix nonTiimosa, Filix vulgaris Offic. Polypodium Filix femi-na, fronde bipinnata, pinnulis lanceolatis pinnatifidisacutis Linn. Fr. Foug&re femelle, wachset häufig istfeuchten Gegenden; ist dem vorigen so genannten Mann-lein ähnlich; der Stiel aber ist gemeiniglich gebogen,und die kleinen Blattchen des doppelt gefiederten Btat-tes sind lanzettförmig, und spitzig eingekerbt.

Die Farnkräuter werden, durch ihre in den Forst-Revieren überhand nehmende Menge, aus Mangel derKenntniß, sie wohl zu nutzen, an den mit Gras undMos bewachsenen Oerkern schädlich, sie mögen sich instark ausgebreiteten Büschen, oder durch ihre kriechendeWurzeln, allzu sehr vermehren. Besonders zählet manunter die schädlichsten Wald-Unkräuter, auf hohen undtrockenen Revieren, den großen gemeinen Walbfarn,der sich in Gestalt einer mittelmäßigen Staude, zumSchaden der Weibe und des jungen Änfluges, sehr starkausbreitet, und einige Blößen fast ganz beziehet. Aufden schattigen Niederungen nehmen die großen Artenvon den übrigen den fruchtbaren Grund ein, und ver-dämpfen oder verdämmen in den Gehauen den Zuwachsvom Laubholze und Busch, oder Gesträuche von aller.Hand kleinen Arten, die sonst beym Fabrikenwesen undallerhand mechanischen Professionen schlechterdings gesu-chet werden, ohne daß sie verhüten könnten, daß sichzwischen ihnen die hohen, rauhen, scharfen und zähenWaldgräser einfinden , die wegen ihrer Festigkeit undMangel der süßen schleimigen Theile fast zu keinem Futterfür irgend eine Art von wilden und zahmen Thieren die-nen können, auch bey dem Einstreuen sehr langsam vrr-gehen, und schlechten Dünger geben. Eben die kurzvorher erwähnten Arten, da sie, sowohl im Schartenals im Freyen, zu wachsen pflögen, auch trocknen ge.