Farnkraut. 209
gleich das Farnkrautmännlein deshalb, und wegen fei.ner Geburt- treibenden und tödtenden Kraft, den Nah-men Hurenkraut erhalten hat.
Wahrnehmung von der Geburt - treibende» Kraft der Farnkraut»
Wurzel, durchHrn. Olivier, st. im ?®, der au« dem Franz.
überj. Neuen Sammlung auserlef Wahrnehmungen rc.
Straßb. >76», r. S.f.
Es ist auch nicht bewiesen, daß das Farnkraut.Mannlein den übrigen Arten in der Arzeneykunst, und'sonst, vorzuziehen sey; wie denn auch des Hrn. BischofGunnerus Anmerkung einige Ausnahme leiden dürfte,da derselbe vorgibt, wie die nützlichen Arten gleichsamein freudiges Ansehen , und an den kleinen Blättcheneinen völlig ganzen Rand zeigeten, da hingegen bey denschädlichen, wie auch bey dem Farnkrautweiblein, ei»mehr rauhes und verdächtiges Ansehen, und die B lättcheneinen eingekerbten Rand darstellen. Das letzte Merk-mahl ist gewiß sehr veränderlich und betrüglich.
Man trieb ehedem mit dem Farnkraute und dessenWurzeln mancherley Aberglauben, wie denn sonderlichdie Landstreicher der mit jungen Blättersprosseu bedeck-ten Wurzel des weiblichen Farnkrautes sowohl, als auchdes dornichten (Polypodium aculeatum Lim .), welchesie am Johannistage gegraben, durch Beschnei-den die Gestalt einer kleinen Hand zu geben, und sie un-ter dem Nahmen Johannio - -Händchen, ober Glücks-Händchen, (weil, ihrem Vorgeben nach, derjenige,welcher sie bey sich trägt, in allen seinen Unternehmun-gen glücklich seyn soll,) theuer zu verkaufen wußten.
Uebrigens werden die Wurzeln von einigen Artenauch in der Vieharzeney, gegen die würme, auchbey dem fo genannten rochen Wasser, wenn es voneiner Schwäche (nicht aber von Entzündung) entstan-den , imgleichen wider den DurchfaU, oder das Splis-sen der Rälber, gerühmet.
Das Kraut fressen die Schafe und Hirsche, imFrühjahr, wenn es noch jung ist, und sie sonst wenigOe,. Enc. XII Th. 0 Grü-