Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
213
JPEG-Download
 

Faros. Farthin. 2IZ

nur sehr stark, sondern auch von einem Übeln Geschmackist, welchen er dem Malze mittheilet.

Faros , eine Sorte Winterapfel; stehe unter Malus.

Farr, eine im Hochdeutschen veraltete Benennung einetjungen zweyjahrigen Ochsen, einet Stieres, und inwelkerer Bedeutung eines jeden Ochsen, welche in derdeutschen Bibel häufig, in der höher« Schreibart abernoch zuweilen vorkommt.

Farra, ein Fisch; siehe Haal.

Farße, aut dem Franz, Farce, Farcis, Farcisseure, Far-ciüure,, und mittlern Lat. Farst, heißt, im Küchenwe«ftn: i) Eine gehackte Speise; ein Gehäck von al-lerley Fleischwerk, das gemeiniglich mit Semmel, wel-che in Milch geweicht worden, mit abgerührten Eyern,Salz, Gewürz und feinen Kräutern zubereitet wird.2) Ein Füllst!, Gefällst!, in der anständigern Sprech-Art eine Fülle, d. i. ein Gemische von kleingehacktenKräutern, Eyern, und andern Dinge», die man in einEsten, z E. in aufgenommene Spanferkel, Gänse,Hühner, Tauben, Fische, oder in ausgehöhlte Kohl-Köpfe, Mägen, Semmeln rc. füllet. Dergleichen mitgehackter Speist füllen, nennet man farßiren, Fr.tarcir.

Farching, Fardin öderFardinyen, /jne kleine kupferneScheidemünze, und der vierte Theil einet Penny, oderPfennig - Sterlings, deren zwey einen Half - Penny,und 16 einen Groot machen. Diese Münze wird mEngland geschlagen, und gilt daselbst ungefähr so vielals ein halber Dreyer nach unserm Gelde. Er gibt vier-fache, doppelte und einfache. Vier einfache FarthinstSmachen einen Penny , oder englischen Pfennig.

Es ist nicht gegründet, wie ein gewisser Schriftsteller saget,daß fast in allen englischen Dörfern FarthingS geschlagen wür-den, die auch nur aus den Dörfern, und bisweilen tnderStraße,wo sie geschlagen werden, gangbar wären. Auch ist es nichtder Wahrheit gemäß, daß sie nur mit Den« Nahmen derjenigengezeichnet wären, welche die Erlaubniß, selbige schagrn zu las-

O z stn,