Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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282
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282 Fassonirt. Faste.

Zahne daran machen sollen, da selbige sodann fassonir-re Ramme, Fr. keiz»es en kacon, heißen.

2. Das Macher - oder Arbeitslohn, weiches für einesonderlich geschjcklich, und nicht schlechtweg verfertigteWaare demjenigen bezahlet wird, der sie gemacht hat,oder vielmehr die Arbeit, die Mühe und Zeit, weicheein Künstler oder Arbeiter darauf verwendet bat, undwornach sodenn seine Belohnung ober das Macherlohnbestimmet wird, bey dessen Bestimmung aber man viel-mehr auf den Werth der Arbeit, als der Materie, wel-che verarbeitet wird, siehet, solchergestalt aber die Arbeitoftmahls viel höher, als die Materie, zu stehen kommt.So ist z. E. ein künstliches Porträt oder Gemählde hö-her zu fchähen, als die Materie der Leinwand, woraufes gemahlet worden; ein gedrehetes Kunststück von El-fenbein höher, als das Elfenbein, aus welchem es ge-macht worden rc.

Insbesondere nennet man Fasson, dasMacherlohn,bey den Schneidern, welches die eigentliche Bedeutungdes französischen Ausdruckes ist.

z. Gleichfalls bey den Schneidern, die Zuthat anSeide, Zwirn, steifer Leinwand, Knöpfen, u. f. f.

4. Allzu viel Complimevte, Ceremonien und Wort-Gepränge, eine ängstliche Beobachtung der Etiquette,und das daher entspringende beschwerliche und gezwun-gene Wesen im Umgänge. Er macht mir zu viel Fas-son. Er ist ohne alle Fasson.

Fassonirr, siehe im vorhergehenden Artikel.

Fastbäcker, von fest, Nieders. fast, eine größkentheilSnur in Niederstichst» übliche Benennung derjenigenBacker, welche Rockenbrod, oder derbes und und feste»Brod backen, zum Unterschiede von den Los- oder'weißbackern. An andern Orten werden sie Schwarz-Bäcker, und wenn sie unzünftig sind und auf den Dör-fern wohnen, Dorfbäcker genannt, f.Th.m, S. zz7-Faste, siehe Fasten.

Fasten,