Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
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288 Fasten.

sen, oder solches nur selten thun, oder einen Mangelan Bewegungen des Leibes haben. Denn, obgleichdie Vollblütigkeit, an und vor sich betrachtet, und sotange der Umlauf des Blutes noch ordentlich und har-monisch ist, keine wirkliche Krankheit genennet werdenkann: so ist e« doch leicht möglich, daß dieselbe, wenndas überfiüßige Blut in außerordentliche Bewegung ge-bracht wird, oder wenn der Umlauf des Blutes, we-gen Relaxation gewisser Theile und darauf folgenderStockungen, unordentlich wird, und sich dasselbe an an-dern Orten anhäuft, schädlich werden und zu Krankhei-ten Anlaß geben könne. Es ist daher sehr gut, bey sol-chen Umständen, wenn überdem die Menge der Säfteauf keine andere Art vermindert wird, die Erzeugungeines gar zu häufigen Geblütes durch einige Entziehungder Speisen zu verhindern, und zu gewissen Zeiten et-wa einen Tag lang zu fasten. Dieses Mittel wird als-denn auch erwünschten Effect thun, wenn sich allerlryauf die Vollblütigkeit und den Ueberfluß guter Säftegründende Umstände, als: ein ungestümer Trieb zurvenerischen Lust, u. d. gl. einfinden, in welchen Füllendie Enthaltung vom Essen und die Mäßigkeit schon vonlangen Zeiten her für kräftige Gegenmittel gehalten wor-den sind. Da dergleichen mit überfiüßige» Säften be-gabte Personen gemeiniglich junge Leute sind, welche«och einen lebhaften und feurigen Appetit haben.' sowird angezeigtes Mittel vielen davon nicht sehr ange-nehm seyn. ES ist aber indessen, wenn insbesondere,wie ich schon vorher erinnert habe, ein Mangel derBewegungen damit verknüpft ist, oder das Aderlaßenverabsäumet wird, nützlich und nöthig. Wofern manhingegen zu gewissen Zeiten zur Ader läßt, und aufdiese Art die Menge des Blutes verringert, oder wofernman genügsame Leibesbewegungen hat, und durch tüch-tige schweiße das überflüssige fortschaffet, so wird da»Kasten jiemlichermaßen enkübriget werden können.

2. Be-