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Favorite, Fayance. ZOZ
krauseste Locken, welche das Frauenzimmer vormahlszur Zierrath an beyden Seiten der Stirn, nahe bey denSchläfen, zu tragen, und mit zwo kreutzweife gestecktenNadeln zu befestigen pflegte.
Favorite, nennen die Blumisten eine gelbe, mit Roth ge«flammte doppelte Tulpensorke.
Favorite de Voorhelm, eineNelkensorte; s. unter Nelke.
Fgyalle, Fayla, eine japanische Münze, deren Werthnicht recht bestimmt ist. Die Holländer rechnen sie57Sküver, welches nach unserm Gelde ungefähr i Rkhlr.12 Gr beträgt. Von den Franzosen schätzen ste Einigeauf io, Andere auf 12Livree roSols, d- i. 2 % und3 Rkhlr. 3 Groschen.
Fayance, Fajance. Faenzer Geschirr, Fr. Fsience^nennet man die aus feiner weißer Erde gebildeten, undauf der Glasur kunstmäßig bemahlten Gefäße. Derwesentliche Unterschied der Fayance und der gemeinenTöpferarbeit besteht darin, daß jene auf der Glasur undkunstmäßig bemahlt ist. Hierauf muß man achten,wenn man die Zeit der Erfindung bestimmen will.Schon unter den ägyptischen Alterthümern kommenStücke vor, welche gute Fayance, ja so gar gutes Por«zellan genannt zu werden verdienen. Man irret, wennman dem Voltaire glaubet, daß die erste Fayance in derkleinen, in der italiänischen Landschaft Romagna an demFlusse Amona liegenden päpstlichen Stadt Faenza oderFajenza gemacht sey, ungeachtet der Nahme allerdingsdaher entstanden ist, weil man daselbst im Anfange deSi6ten Jahrhunderts, vorzüglich gukeTöpferwaaren die«ftr Art, so wie auch zu Pesaro. Gubbio, Urbino und inandern Städten Italiens verfertigte, welche weit versah«ren wurden. Sie hatten ihren Ruhm vornehmlich dergroßen Geschicklichkeit zu danken, womit Raphael vonUrbino, Julius von Rom, Tmcm, und andere ge«schickte Künstler sie bemahlten; wiewohl Andere behaup,keu, die Mahlerey sey nur. nach den von Raphael ge«
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