Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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304 Fayance.

zeichneten Kupferstichen des Bolognesifchen Kupferste-chers Marc Antonio oder Raymond! gemacht worden.Zu Salzdalum beyWolfenbüttel werden noch gegen tau-send Stück dieser Arbeit verwahret, unter denen die älte-sten dieJahrzahl 1537, die neuesten 1576 haben. Jetztist diese Kunst in Faenza dergestalt erloschen, daß nur ei-nige gemeine Töpfer übrig geblieben sind.

Aelter als Fayance, ist die Benennung Majolica,welche Einige von Majore« oder MaUorca, einer der. balearischen Inseln, Andere aber von dem Nahmen desErfinders herleiten wollen. Keine dieser Meinungen isterwiesen, oder nur wahrscheinlich gemacht. Falsch istes auch, wenn Einige die Majolika, für eine europäischeNachahmung des chinesischen Porcellans ausgeben wol.len. Jene halte man lange vorher, ehe man Ic^lereSkennen lernte. Zudem verdient weder Majolica rroch Fa-'jance den Nahmen des halb - oder unrcl rr» P or zel-lans, welchen man ihr insgemein gibt; höchstens kannderselbe nur durch einige Aehnlichkeit der Bemahlunggerechtfertigt werden. Weit näher kommt das englischeund deutsche Steingut dem Porzellan.

Hni. Pros. Beck mann Anleir zur Technologie, S. roy, f.

* Man hat von der Fayance verschiedene Gattungen,als: weiße, weiß mit blau und andern Farben gemahlte,braune rc. Es wird dieselbe an verschiedenen Orten inHolland, Frankreich, Italien und Deutschland, als:zu Delfk, Pafiy, St Cloud, Rouen, Faenza. Dres-den, Magdeburg, Rheinsberg, Frankfurt an der Oder,Erfurt, Hanau, Braunschweig, Küneröberg unweitMemmingen in Schwaben, Calw im HerzogthumWür-temberg, Porskau in Oberschlesien, und vielen andernOrten mehr, gemacht.

Einige französische Fabriken von Fayance, findet man imLeipz Int. -öl. v. I. 1766, ©. 206, angezeigt.

Von der in Ludwigsburg angelegten Porzellan- und Fayance«Fabrik, s. Betrachtungen über landwirthschaftl. Dinge indemHerzogch.würtembers, 5 St. Stutg.1768,8. S. 443.

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