Fayance. 30;
Zweykens ist zu untersuchen, ob auch die zur Fayanceerforderlichen Materialien im Lande in Menge und ohnegroße Kosten zu haben seyn. Es ist ganz unstreitig, daß,je mehr sich die Fayance dem wahren Porzellan nähert,desto vollkommener dieselbe seyn werde. Man muß alsozuvörderst solche Materien aussuchen, welche im Feuereine weiße Farbe behalten/ oder durch das Feuer weißwerden. Es sieht sehr übel auch wenn die Glasur etwasabspringt, und man findet darunter eine braune irdischeMaterie, die öfters noch ein schlechteres Ansehen hat,als gemeines ird neö Geschirr, wie man selbst öfters anausländischem Porzellan dergleichen bemerket. Je leich-ter diese Materien im Feuer fest zusammen backen, oderdurch Zusammensintern den ersten Grad der GlaSwer«düng zeigen, je mehr wird sich die Fayance dem wahrenPorzellan nähern. Endlich ist auch eine Haupteigen«schafc der zu der Fayance erforderlichen Materien, daßsie.in Menge, und ohne große Kosten oder mühsameZubereitung, zu haben seyn. Der wohlfeile Preisesteine der hauptsächlichsten Endzwecke dieses Porzellans;denn wenn er hoch zu stehen kommt, so wird man alle-mahl lieber das echte erwählen.
Der Thon ist ohne Zweifel die Hauptmaterie derFayance, als welcher nicht allein fast allenthalben inMenge zu haben ist, sondern auch vornehmlich der Ma-terie die Anhänglichkeit in ihrem feuchten Zustande gche.Nmuß, damit siesich drehen und in Forme., bringen läßt.Es ist aber nicht oller Thon d-zu geschickt, weil eS einesehr mannigfaltige Verschiedenheit desselben, besonders
inAnfehung der oeygemifchten fremdartigen Theile, gibt.Man muß daher den Thon, welcher zu der Fayance an-gewendet werden wll, untersuchen.
Die erste probe ist, daß man sein Verhältniß in starkemEchmelzseucr uimrfndrt. Hierzu kann man sich nur des Feu-ers von einer Schmiede Este bedienen. Wenn man in einenhessischen Schmelttlege! ein trncknes Stück, ohngesähr einesEyes groß, von diesem Thone thut/ Und -g- Feuer gemächlichU » angehen