Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
316
JPEG-Download
 

zi6 Fayance.

Auflösen, und ein andere«, worin sich die feinstenTheilchen des Thone« niederschlagen und zu Boden sez»zen. Beyde müssen mit Zapfen versehen seyn, derEinweichbottich anderthalb, und! der Niederschlagbot«tich ohngefahr od>f Zoll hoch von dem Boden. Manbricht den zu schlämmenden Thon in Stücke, ohngrfähreiner Faust groß, thut ihn in den Einweichbottich, undfüllet alsdenn diese» mit Wasser an. Wenn der Thonbinnen 24 Stunden drey bis vier mahl wohl umgerührtworden, und man merkt, daß aller Thon aufgelösetsey, und keine Klumpen mehr darin befindlich find, sorührt man denselben mit einige« Krücken nochmahlswohl um, und laßt die Flüssigkeit ruhig ohngefahr zweyMmuken lang stehen. Binnen dieser Zeit wird-sichaller Sand und andere grobe Theile zu Boden schlagen,weil sie schwerer sind, als die noch im Wasser aufgelö-seten, oder vielmehr schwimmenden feinsten Theilchendes Thones. Alödenn aber muß man ohne länger«Verzug den Zapfen öffnen, um die Flüssigkeit in denandern Bottich laufen zu laßen. Es ist gut, wenn dieStellung des Einweichbottich« so beschaffen ist, daßsolches Ablaufen durch eine Rinne in den andern Bot-tich geschehen kann. Hier schlagen sich nunmehr alleim Wasser schwimmende, feine und gleichartige Thon-Theilchen nieder; und wenn solches geschehen ist, der»gestalt, daß das Wasser über dem sich zu Boden gefetz-te« Thon hell und klar stehet, so läßt man es durch denacht Zoll hoch von dem Boden befindlichen Zapfen ineine Gosse ablaufen.

Eben so nothwendig ist es auch, die kölnische Erde,welche man dem leichtflüssigen Thone zusetzen will, zuschlämmen. Obgleich diese Erde nichts merkliches vonSande oder andern fremdartigen Theilchen bey sich sich-let, so muß man doch das Schlammen nicht unterläßet!,wenn es auch nur deshalb wäre, um eine desto genaue-re und allenthalben gleichförmigere Vereinigung zwi-