Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
323
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Fayance. .323

Farbe wird durch einen SNberkalk gewirket, der mit al-kalischem Salz aus dem Srcheidewasser niedergeschlagenist. Ein Silberkalk in so geringen Portionen, als erzur Mahlerey auf der Fayance gebraucht wird, kanndicht für kostbar geachtet werden; unterdessen würdeauch dieser erspahret, und eine fast ähnliche gelbe FarbeLurch eine reine Bleyasche hervorgebracht werden kön-nen. Die goldgelbe Farbe erlanget man durch den ge-rösteten Braunstein, der mit gereinigtem Weinstein, undzuweilen noch anddrn Salzen, vermischet wird. Ausdiese Art können auch durch Vermischung dieser Haupt-Farben allerley Schattierungen hervorgebracht werden.

In der Bayreulhischen Fayanccfabnk zu St. Georgen amSee, wird auch Gold und Silber in Die Fayance dauerhafteingebrannt. Man kann leicht erachten, daß solches den Preisderselben ziemlich erhöhen muß.

Die Farben auf der Fayance müssen nothwendig ein-gebrannt, und mithin vor dem Brennen darauf gemah-iel werden. Außer, dem werden sie nicht die geringsteDauerhaftigkeit haben, sondern die Gefäße werden,Wen>i sie eimgem-hl warme Feuchtigkeit äussteyen müs-sen, a!!?Mah!ereyverlieren. Dieses ist ein solcher Fehler,welcher allein im Staude ist, den Absatz zu verhindern.

Das Brennen der aus deß oben beschriebenenzweyerley LrdeN verfertigten Waarett, ist ein Punct,der für eine Fäyancefabrik von großer Wichtigkeit ist«Es ist leicht zu crnchken, daß hierzu eine viel stärkereHitze erfordert wird, wenn nähmlich Lieft Fayance eittfeines Korn erlangen, und itt den ersten Grad der Glas-Werbung gehen soll, als wenn man zeithör das unechtePorzellan bloß aus einem guten TöpferktzöN verfertigthat. Diese Vergrößerung der Hitze Muß UM sö mehrStatt finden, da eine gute Fayance, zumahl vor. derhier vorgeschlagene» Akt, in Kapseln gebrannt werde»Muß, wenn es anders in feiner Schönheit, sowohl inAnsehung der Glasur, als der Mahlerey, aus dem Öfen

L s heraus-