Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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z84 Feder.

die Haut vom Kröpfe bis an den Schnabel, folglich derLänge nach, unter dem Halse auf. weil an dieser Stelleam wenigsten lieget, streifet sie bis über den Kopf dichtbey den Augen und dem Schnabel ab, und siehet da»hin, daß die Federn in eben der Ordnung und wohlbe-wahrt bleiben, wie sie von Natur an diesem Gefiügelsind. Da aber diese Haut fettig ist, so hat sie eine Zu»bereitung nöthig, wenn sie nicht bald verderben soll.Man nagelt sie, ohne die Federn zu zerknicken oder inUnordnung zu bringen, um kleinen Nagelzwecken aufein reines Bret, so, daß die Federn unten kommen.AlSdenn nimmt man Kalkstein, welcher an der Luft inStaub zerfallen ist, ohne im Wasser gelöschet wordenzu seyn, und streuet auf diese Haut, wenn sie nochfeucht ist, etwa eines Fingers dick davon auf, und läßtes so einen Monath lang darauf liegen, In dieser Zeitverzehret der Kalk alle Feuchtigkeit der Haut, ziehet al«les Fett an sich, und macht sie hinlänglich geschickt, al»lerFäulniß zu widerstehen, wobey sie zugleich allen ÜbelnGeruch verlieret. Nach einem Monathe streichet undreibet man die Haut, nachdem sie abgenagelt worden,sanft mit der Hand, damit der Kalk abgehe, und sie einwenig geschmeidig werde. Hernach klopfet man sie sanftmit einem kleinen Stecken, daß oller Staub heraus-komme. Die Federn werden alle ihre Schönheit un-verletzt behalten haben, wenn sie nur bey dem Aufna-geln nicht zerbrochen oder zerknickt worden sind. Wennman nun eine genügsame Menge solcher Häute, zu sei«ner Absicht, z. E. zu einem Muffe, oder zu einer Klei»herverbrämung, gesammelt hat, so nimmt man einviereckiges Stück Pappe, welches so groß ine Geviertegeschnitten ist, als das Viereck, was aus der Haut,die man vor sich hat, vollständig geschnitten werbenkann, groß ist. Diese Pappe ist das Maß, wonachman auf der Haut ein eben so großes Viereck abzeichnet,um sie nach demselben genau auszuschneiden. Man

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