Fedek. z8z
DrsseinS damit zu formiren. Diese DesseinS könnenauf dem Flechtrahmen leicht nachgemacht werden, wennman auf einmahl 9 bis 10 Flechten über einander macht,und die Anzahl der Federn genau abzählet, so wie sieauf dem Tische, wo das Muster ist, liegen. Wenndieses geschehen ist, schneidet man die Flechten ab, undleget sie eben so auf die im Näherahmen ausgespannteLeinwand, wie sie im Flechtrahmen auf einander folg«ten, damit sie auf der Leinwand eben die Figuren, alsim Flechtrahmen, darstellen. Hernach werden sie so,wie sie da liegen, auf die Leinwand aufgenähet, wieoben gemeldet worden. Alles dieses erfordert zwar ei-nige Aufmerksamkeit, um das Dessein recht zu treffen;allein, vermittelst ein wenig Geschicklichkeit und Geduldwird man auch dafür das Vergnügen erhallen, die ar-tigsten Sachen zu velfertigen.
Es gibt noch eine andere Manier, sich aus Federneben solches pelz -unv Rauchwerk zu »erfertige»,wie von Haaren, welches auch eben den Nutzen hat,und zu mancherley Kleidung gebraucht werden kann.Wir bewundern oft die reichen Farben der Federn anden Halsen der wilden Aenten und an den Taubenkrö»pfen Muffe, oder anderes Pelzwerk, an welchem dieFedern in eben der Ordnung stehen, wie sie d«e Naturselbst an diesen Thieren gemacht hat, nehmen sich gewißprächtig aus. Gewisse Damen in Paris, haben sichdie Kleider mit der Haut dieser Thiere, worin ihre Fe-dern noch steckten, verbrämen laßen; und man kannnichts schöneres sehen, als dieses. Einige Mannsper-sonen, welche Liebhaber von Neuigkeiten waren, habensich Hausmützen und Winterwesten daraus machen las-sen, welche ungemein ins Auge fielen. Ich will hiernur bloß anzeigen, wie man die Häute dieser Thiere zu-bereiten kann, ohne den Federn zu schaden.
Nachdem man die Aenke oder Taube unter dem klei-neu Ringel an ihrem Halse erdrosselt hat, schneidet man
die