Feder. 395
werden, wovon in Savary Dict. univ. de commerce, Th. 3;S. 236, f. ein mchrerrs zu finden ist.
In Berlin, wird aller dergleichen Federschmuck in-er obenS. Z86 erwähnten Manufaktur gemacht. Vonden Reihern bedienet man sich derjenigen Federn, wel-che sich am Kopfe des MännleinS finden, und aus einemBüschel von drey bläulichen Federn, von 8 Zoll lang,bestehen, welche sie in der Mausezeit der Vogel verlie-ren. Man braucht auch einige andere, welche an die-sem Vogel hin und wieder zerstreuet vorhanden sind, undwovon man die Spißen oder daS Herz der Federbüsche,welche zum Kopfpuh der Damen gebraucht werden, ver-fertiget. Von dem Pfau nimmt man die schattierten Fe-dern auf dem Kopfe und in dem Schweift. Die brauch-barsten aber sind die Straußfedern, welche von Naturlang, fein und gekräuselt sind. Die von den Flügel«und dem Schwänze, sind die theuersten. Sie kommenAber Marseille aus der Barbaren, Egypten und Aleppozu uns. Weil man aber in Frankreich gemeiniglich vieleReiherfedern darunter zu mengen pflegt: fo läßr män sielieber aus Italien kommen. Man nennet sie roh, wen«sie noch nicht zugerichtet sind; und sie kommen gemei-niglich in Packeten von ;o Stück. Die schwarze«Straußfedern, welche man zu den Müssen, Palatine«und andern Federbüschen gebrauchet, finden sich auf-em Rücken des männlichen Straußes, und unterschei-den sich in zweyerley Schwarz, nämlich in hohes undleichtes, Die weißen Straußfedern werden zu de«Plümagen auf die Hüte gebrauchet.
Alle diese jeHtbeschriebene Federn muß der Künstlererst zurichten, weil sie fo, wie sie von Narur sind, nichtgebraucht werden können. Wenn er die Straußfedernweiß gebrauchen will, muß er dieselben, weil sie vonNatur nicht recht weiß sind, sondern eine grauliche Färbsthaben, in ein mittelmäßig warmes, und nachdem die Fe-der« hell oder dunkel sind, mehr oder weniger starkes,
Seift«-