Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
396
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396 Feder.

Seifenbad bringen, und nach dieser Beschaffenheit die«selben auch länger oder kürzer darin liegen laßen. Wenner glaubt, daß das Bad seine gehörige Wirkung auf dieFedern gethan hat, nimmt er dieselben heraus, und laßtsie abfließen, oder drückt sie auch wohl behutsam auS,und klopft sie aus einander, damit sich das Haar aus«breite. Alsdenn schwefelt er sie auf Rahmen in einerüberall fest verschlossenen Kammer, laßt sie trocknen,und bringt jede Feder mit einem saubern Kamm, odereiner sanften Bürste, wieder in Ordnung, damit dieFederhaare wieder in eine gleiche Lage kommen. Dieschwarzen Federn, sowohl von dem Strauß, als auchvon andern Vögeln, bekommen durch eine Zubereitungein besseres Ansehen, indem man denselben auf eben dieArt, wie die Kürschner mit ihrem schwarzen Rauchwerkeverfahren, einen Glanz beyzubringen suchet. DaS 1ganze Geheimniß besteht in weiter nichts, als in einemWasser, worein pulverisirker grüner Vitriol und gesto-ßene Galläpfel geschüttet worden. Nachdem diese beydeMaterien sich in dem warmen Wasser genugsam aufge-löset haben, und die Brühe erkaltet ist, leget man dieFedern darein, läßt sie eine gehörige Zeit lang darin lie-gen, nimmt sie sodenn heraus, laßt sie trocken werden,und kämmet sie auf vorerwähnte Art. Mein, der Kunst-ler gebrauchet nicht nur weiße und schwarze Federn, son-dern hat auch Federn von allen Farben und Schattie-rungen nöthig. Wie das Färben geschehe, ist kurzvorher gezeigt worden. Sowohl die vorgedachten wei-ßen und schwarzen, als auch hie gefärbten Federn, wer-den nach der Vorbereitung und Färbung getrocknet, ge-kämmt, und zuletzt in einer gewöhnlichen starken Presseausgebreitet gepreßt, wodurch man sie gleich und gerademachet.

DieHurfeder, oder die aus Straußfedern verfer«tigte Zierde des Hutes, ist gemeiniglich ein adeliges Eh«renzeichen. Das oberste Ende einer Straußfever ist

das