Feder.
weder zu heiß, oder zu kalt seyn. Im erster« Falle,weicht die Spuhle z» bald, und wird, an statt daßhart werden sollre, zähe, und nun muß sie Zähne tukommen, da der Spalt keinen freyen Aufsprung hobenkann. Im andern Falle erweicht die Spuhle entwedernicht genug, oder wenigstens durchdringt die Wärmenicht olle Thcilcheu der Feder; sie bekommt daher noth-wendig wiederZähne. Am besten thut man, wenn mandie Schreibfedern über dem Kohlenfeuer bearbeitet, nndsich.dabey folgender Vorsicht bedienet. Zuvörderst hüteman sich, daß die brennenden Kohlen kerne Flamme ge-ben ; denn diese würde die Feder augenblicklich verbren-nen. Indem man hernach die Feder über dem Kohlen-Feuer halt, so bewege man sie geschwind hin und her,thue sie oft gar vom Feuer, und fühle, ob sie durchaus,und zwar in einem gleichen Grade, erweicht sey. Istdieses, so halt man alsdenn den Kiel, welcher deu Rük«ken unter sich gekehrt haben muß, in der linken Handaufdem mit einem wollenen Lappen bedeckten Knienderauf einem mit einem Tuche bedeckten Tisch, drückt mitdem Rücken eines breiten Messers oben auf den Arssangdes Rohres, ziehet so den Kiel rückwärts darunter weg,und seht ihn mit der Hand in seine vorige runde Ge,statt, oder zieht ihn einigemahl durch ein Tuch anhal-tend:- so streift sich das äußerste HäUtchen davon ab,von dem Zusammendrücken aber entstehen durchsichtigeStriemen. Wer sehr harte SpuhlHbliebt, iahn diesel-ben gar zweymahl ziehen, uyc^H ^s'.erste^nahl aufdem Rücken, das zweyte mahl aher ^yf der Seite miteinem Messer überstveichen; nurKrutz.dieses nicht gleichhinter einander geschehen , sondern die«Feder muß zuvorerkaltet seyn. -- - ' ’
Einige pflegen die Kiele bis atf das Gefieder in heiße Ascheoder Sand zu stecken- sodenn in kalte.Lauge zu tunken, nach»her wieder in die Asche jiz stecken, und ferner, wie gemeldet,t» verfahre».
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