402 Feder.
hält gemeiniglich eine solche Feder aller fernern Bear«Heilung mik dem Federmesser, und alles fernern Gebräu«v ches für den Schreiber, unwürdig. Man erniedrigetober die Würde einer Gänfefpuhle ohne hinlänglichenGrund, wenn man also grcheilek. Ein mäßiger, und, höchstens zweymahl wiederhohlter Schnitt mit dem Fe«dermesser, auf dem Rücken des Spaltes, wird alle Zäh«ve gänzlich hinweg nehmen. Diese gehen selten durch. den ganzen Spalt, in seiner Stärke gerechnet, hindurch;sie befinden sich pur auf der Oberfläche desselben. MauNehme folglich so viel von der Stärke des Spaltes hin«
• weg, als nöthig ist, die vorhandenen Zähne zugleichmit hinweg zu werfen. Die einzige Unbequemlichkeit,welche daher entspringt, ist diese, daß der Spalt weicherwird, als er sonst gewesen seyn. rsürde, und daß daher«ine solche Feder ISGStven Handen zur Last gereichet,freylich ist es allemahl bessere wenn man seine Schreib«Federn also zurichten kann, haß sie entweder niemahls,
‘ oder doch wenigstens sehr selten, Zähne bekommen. Derganze Kunstgriff besteht in dem so genannten Ziehenher Federn, Fr. k-lolanäer les plumes, wodurch tote- Federn härter werden ; diese Härte aber ist zugleich einzuverläßiges Mittel wider die Zähne.w Zu einem Beweise, daß bloß die stärkste Härte das sichert- - Derwabrungsmittcl wider die Zähne sey, nehme man eine m'■ geschnittene Feder, und lege dieselbe auf einen warmen Ösen,r wo ihr viel Hitze wiedersähet, und sie doch nicht verbrenne»kann. Man laße dieselbe einige Wochen in einer solchen Lage,so wird man sie ohne Mühe und ohne Zähne von einem Endebis zum andern spalten können.
Zum Ziehen der Gpkhlen, bedient man sich ent«
• weder der warmen Asche, in' welcher aber keine Kohlenmehr seyn dürfen, oder brennender Kohlen. Dir Ham-burger Federn werden Mehrenkheils durch die Wärmeder Asche bearbeitet; allein, hier ist eben der Fehler zu
*' suchen warum sie so oft Zähne bekommen. Selten""''wird die Asche die gehörigeWärme haben ; sie wird eut«
weder