Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
405
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Feder. 405.

-müht. Gläserne Federn machen zu dicke Striche,find aber zum Linienziehen recht gut zu gebrauche».Siehe auch Reißfeder.

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II. Figürlich, wegen einiger Aehnkichkeit, oder tot»gen eines ehemahligen Gebrauches.

i) Ein Srück Stahl oder stählernes Blech, welches,wenn» es mit Gewalt gebogen wird, sobald die Gewaltnachlaßt, zurück schlägt, daher es in Thür - und Kasten-auch Büchsen-und Flinten-Schlössern, Uhren, undallenthalben, wo man eine Spannung nöthig hak, ge-braucht wird; eine Springfeder, L. kmna, Lamm»elastica, Elater, Fr. Ressort. Sie führen diesen Nah-men vermuthlich wegen der Elasticität, welche derglei-chen künstliche Federn mit den natürlichen gemein ha-ben. Eine gute Feder, welche nicht springt, beständigihre gleiche Kraft behält, und recht gehärtet ist, sonder-lich aber von Stahl zu machen, ist ein Hauptstück einerkünstlichen Arbeit vieler Eisen-und Stahlarbeiter undankerer Künstler, z. E. der Schlösser, Messerschmiede,Goldschmiede, Uhrmacher rc. Um eine stählerne Federzu härten, wird dieselbe gemeiniglich rochglühend ge-macht, im Wasser abgekühlt, mit Talg beschmiert, undso lange über das Feuer gehalten, bis der Stahl an-läuft, d. i. bis der Talg völlig eingezogen ist. Der Ei-senarbeiter fährt mit einem eisernen Hammer auf der Fe-der hinab, und hält sie für vollkommen gehärtet, wennhierbey kleine Funken abspringen. Zuletzt wird sie inSand abgekühlt. An statt des Talgs nehmen Einigeauch Wachs.

An den französischen Schlössern, sind die Federnbloß von gehärtetem Eisen. Der Schlösser läßt die ei-serne Feder nach dem Schmieden rothwarm werden, undschmiedet sie mit einem nassen Hammer kalt; dieß gibt-dem Eisen eine Skahlhärke.

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