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Feder.
Wenn eine Feder große Kraft haben soll, macht man die«selbe eher breiter/ alszu dick, weil eine dicke Feder schwer zuverfertigen, auch selbiger nicht leicht die rechte Härte zu gebenist. Es fällt aber sehr schwer, eine so dünne und dabey auchausgebreitete Feder an allen Orten mit gleicher Hitze zu tracti-ven, daß solche weder im Feuer sich verziehe, noch sonst bey demHerausnehmen Schaden leide. Wie nun sowohl dieses Härtenvermittelst eines besondern Instruments recht vorzunehmen sey,imqleichen, wie man nachher dieFedern anlaufen laße, als auchdieselbe von gleicher Dicke und Breite mache; ferner, wie siegehörig auszuwinden und in eine Schnecke zu bringen; nichtweniger, auf waS Art derselben zu der Bewegung eine bestanddig gleiche Kraft zu verschaffen, und was sonst von ihr und ih-rer Application zu bemerken vorkommt, findet man in LeupoldsIbearro imchinaruni generali, Cap. 22, ausführlich beschrie-ben. Auch kann davon P. Schott, in seiner Technka curiosa,lib. IX. Cap. 4. nachgelesen werden.
Siehe Gpringfeder. Uhrfeder. U?<rgenfcder.
Hieher gehören auch die Federn oder 'gespalteneneisernen Keile, welche mau vor etwas steckt, indem siewie eine Feder zurück springen, und fest halten; derglci-chen an den Bolzen u. s. f. angebracht werden. Wegeneiner Ähnlichkeit in der Gestalt führet diesen Nahmenauch ein Halbrundes Stück Metall an dem Griffe derHusarensäbel, unter der Brust, die starke Scheide aufder Klinge fest zu halten.
Bey dem Wasserbau werden diejenigen eisernenBande oder Haken, mit welchen das Eisen an Holz be-festiget wird, Federn genennet.
Es ist gar nicht rathsam, diese Federn durch eingeschlagenegroßej-öcherzu schwächen,und nachher wohl gar durchEintrcibungdicker Bolzen zu sprengen. Daher thun diejenigen besser, webche dieFedern oberwärts und auch in der Mitte mit Haken ver-sehen, und unter dieselben Klammern einschlagen, welche dieFedern dicht an das Holz anziehen. Wo es aber nicht zu. än-dern wäre, es müßte dir Befestigung durch Bolzen gesche-hen, . |0 schmiedet man die Oerter, in welchen die Löcher durch-geschlagen werde:, etwas breiter, damit die Feder daselbst nichtsvon ihrer Starke verliere.
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