Feder-Lappen. 413
Hierzu nun gehört ferner ein großer Haspel, worauf dieneu gemachten Federn gewunden werden. A ist ein runderStock, 3I Elle» lang, welcher an jedem Ende i Elle lang her-vor gehet, damit derselbe daselbst von »wo Personen angesüßetwerden könne. L, sind 4, etwa 2 Zoll breit, 1 Zoll dick, und£ Ellen laug, an jedem Ende etwas spitzig, auch kreutzweise ineinander geschnittene Hölzer/ darin das Loch so groß ist, daßder Stock A leicht herum laufen kann- C, sind ebenfalls vierrunoe, 3 Ellen lange, und auf die Art, wie die Figur zeiget,eingezapfte Hölzer.
Wenn nun diese neu gemachten Federn auf den beschriebe,um Haspel gewunden werden sollen, so bindet man zuvörderstdas Leruchen davon an ein Holz L; alsvenn läßt man zwo Per»fönen denselben bey dem Stock A mit der linken Hand angrei,fen, und mit der rechten den Haspel so lange umwinden, bisdie ganze Leine mit den Federn darauf ist. Nachher wird einPflock, einer guten halben Elle lang, daran gesteckt, welcher,wenn es sich nicht im Stelle» zum Anbinden schicket, in dieErde fest geschlagen werden kann. Dieser Pflock wird um eineSpitze L wohl dreymahl umgewunden , und sodenn in die Fe-der» gesteckt, so ist ein Bund fertig. Einige pflearri einBänd».chen v, in den Stock a zu machen, und dadurch den Pflockeinzustecken.
Zu einem Bunde kleiner Federlappen, muß das Leinchen,welches von dreyfachem Segelgarn gedrehet ist, 220 Elle«lang seyn. Es kann eine Person des Tages gemächlich 2 der,gleichen Bünde verfertigen. Man nimmt hierzu die Feder»aus den Schwänzen der Gänse. Zum Knüpfen derselben, wirdzuvörderst ein Hacken irgendwo angemacht, um das Leinche»mit einer Schlinge darein hängen zu können. In der Handhat man einen runden Knebel, um welchen das Leinchen ge-schlagen wird, daß man damit gehörig zuziehen kann. AlS-venn nimmt man zwo Federn, stecket eine gegen die andere iaeinen zuvor gemachten Krcutzschlag hinein, und ziehet zu, sokommen diese Federn, wie Fig. 617 zeiget, zu stehen. Einjeder Knoten kommt eine gute Spanne, auch i oder 2 Fingerweiter, von einander. Sind 3 oder 4 Klafter lang gebunden,so windet man sie auf den dabey gezeichneten Haspel, welcherauf folgende Art verfertigt ist. A, ist ein durch den Haspelsticlgezogenes Bündchen, daran man das Bund Federn aufhange»kann. Es kann auch daselbst an einen Stock gesteckt, und dar-auf getragen werben. Wenn es ganz auf den Haspel grwun-