Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
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4Z6 Feige.

den weiblichen ist dieser Kelch in 5 zugespitzte aufrechtstehende Einschnitte getheilt, und umgibt einen eyför-migen Fruchtkeim, auf dessen Spitze seitwärts ein ge-krümmter Griffel mit zween auswärts gebogenenStaubwegen von ungleicher Länge erscheint, und wel-cher in einen rundlichen, zusammengedrückten Samenverwandelt wird. Obgleich diese verschiedene Blumenverschiedentlich an den Bäumen vertheilt sind, hat mattdoch daraus keine Unterscheidungszeichen zu nehtnen,»och viel weniger aber mit Pontetera verschiedene Ge-schlechter zu machen, und denjenigen Feigenbaum, wel-cher lauter weibliche Blümchen trägt, kicum, den mitmännlichen begabten Caprificum , und welcher männli-che und weibliche zugleich in einem Behältnisse darstellet,Lrinofxcen zu nennen ; indem aus einerley SamenStämme erwachsen, welche bald diese, bald jene ArtBlumen vereinigt oder getrennt hervorbringen. WoMännliche und weibliche in einem Behältnisse vereinigtsind, kann die Befruchtung der erster» durch die letzter»leicht geschehen; wenn sie aber in eigene Behältnisse ab-gesondert rmd eingeschlossen sind, kann dieses nicht füg-lich Statt finden; indessen kann doch das äußere Be-hältniß der weiblichen wachsen und gleichsam reif wer^'s den , obgleich die darin« befindlichen Samen unreif oderunfruchtbar bleiben. Da aber die weiblichen und männ-lichen Blümchen gar öfters in besondern Behältnissenangetroffen werden, und der Blumenstaub von denMännlichen aus seinem Behältniffe nicht heraus-, undin dasjenige eingehen kann, welches die weiblichen ein-schließt: so hat "der weise Schöpfer, damit solches den-noch geschehe, und die Fruchtkeime von dem Blumen-Staube des männlichen geschwängert werben möchten,eine ganz besondere und wunderbare Verfügung getrof-fen. Ein gewisses Jnstct, welches zu den Galläpfel-Würmern, L^nipZ, gehöret, und welches die Alte»kienes gekannt haben, bringt die Früchte des zahmen

Feigen«