Feige. 445
Die gemeine blaue, oder purpurroche Feige.
Die lange braune neapoliranische Feige, derenBlätter tief abgetheilt, und deren Frucht lang, und ander Krone etwas zusammengepreßt ist, auf einem fthrlangen Stiele sihk, eine dunkelbraune Haut,-ein rotheswohlschmeckendes Fleisch und große Körner hat, undim September reif wird. '
Die gelbe Ischiafeige, ist eine große Pyramiden,förmige Frucht. Die Haut ist gelb, wenn sie reif 'ist,das Fleisch aber purpurroth und wohlgeschmackt. DieBäume tragen aber nicht viel Früchte. Sie wachsenstark in die Aeste. Die Blätter sind-sehr groß, undnicht viel abgetheilt. Sie wird im September reif?
Die kleine braune Ischiafeige, ist eine kleine pyra.midenförmige Frucht mit einem sehr kurzen Stiel. Die' Haut ist lichtbraun, das Fleisch fällt in das purpurrotheund hat einen sehr guten Geschmack. Sie wird spät imSeptember reif. Die Blätter sind weniger abgetheilt,als der andern Sorten ihre. Diese Art trägt gern.
Die Genrilefeige, welche nicht gern trägt, Undderen Frucht mittelmäßig groß und kugelrund ist, einegelbe Haut, ein gelbes wohlschmeckendes Fleisch undgroße Körner hat, und sehr spät reif wird.
Die Feigenbäume laßen sich eben so gut, wieOran»gebäume, in Gefäßen ziehen. Sie bedürfen nichteinmahl so viel Aufsicht, als die Orangebaume, wel.' ch^von dem geringsten Froste das Läub fallen laßen.Sie behalten im Winter kein Laub, wie jene, undwenn auch'die Erde in den Gefäßen ziemlich gefriert,' fd schadet es dem Stämmen doch nichts. Ein mäßigtiefer Keller, oder ein gemeines wohl geschlossenes Zim-mer, ist zureichend, sie im Winker zu erhalten, wenn' es daselbst nur nicht feucht ist. Die Zeit sie beyzustj.zen, ist der November, so bald die starken Fröste sicheinzusinden anfangen, und sie brauchen sodenn den gan»zen Winter über keine weitere Aufsicht, als daß bey hrf.
tigern