466 Feige.
Bey uu« hat man eingemachte und gebacken«Feigen.\jm Feigen einzumachen, läßt man Feigen, welchehalb reif, und an der Seite, wo ber Sllel ist, mir derSpitze eines Messers gestochen sind, im Wasser ungefährr r Sode thun, und sie fodenn in diesem Wasser zuge-deckt stehen, damit sie wieder grün werden. Wenn siehalb kalt sind, werben sie in frisches Wasser geschüttet,welches man nachher von ihnen wieder abgießet. Hier-auf müssen sie in so viel perlenmäßig gesottenen Zucker(s. Th. X, S. 440), als sie schwer gewesen, zugedeckt,5 Sode thun, abermahl abgenommen, abgeschäumt,' sacht in eine Schüssel geschüttet, und in derselben biszum folgenden Tage auf den warmen Ofen gesetzt wer-den. Äledenn gießt man den Zucker ab, läßt ihn noch12 Sode thun, gießt ihn ganz heiß auf die Feigen, undläßt sie damit wieder bis zum andern Tage auf dem Ofenstehen. Endlich müssen sie in biesimZucker noch 2 Sodethun, und zuiehtchald kalt in kleine Töpfchen gethan undaufgehoben werden. Man kann dergleichen naß ein-gemachte Feige«, sogleich nach Belieben trocken ein-machen, indem man sie im Zucker ganz und gar kaltwerden läßt, fodennsmit dem Stiele in die Höhe aufKupferbleche setzt, damit der Zucker ablaufe, sie überallMit ftingestoßenem Zucker bestreuet, und endlich aufdem Ofen trocknet. Sollte der Zucker gar zu steif seyn,läßt man das ganze Gefäß mit den Feigen in siedendemWasser warm werden, da denn der Zuckersaft herab-stießen wird.
Gebackene Zeigen. Es werden ganze Feigen un-tereinander gedrückt, Rinden von einer Semmel ge-schnitten, 4 iepfel-h,riju.-get!fan (welche wie die Fergenbreit und rund geschnitten seyn müsse»), selbige zwischendie Feigen an ein hö^e»nes Spießchen gesteckt, in einenbor Mehl und We:» angemachten Teig getunkt, in hei-ßes Schnalz gethan, langsam heraus gebacken, vornSpikßchen herunter geschnitten, muZnckcr überstreuet,