496 Feile.
ftn, welche man dazu gebrauchet, sind sehr dick, und viel»leicht haben selbige noch eine Beymischung, weil sie wieSchlamm aussehen. Zuvörderst werden die Feilen durchdiesen Schlamm durchgeführet, und mit demselben qaistüberzogen, sodenn aber in «inen Hausen grobkörniges Sa>tgesteckt, und über und über damit beleget, und nachher mitdem Ende nach der Angel zu, auf ein Brct gefleckt. Das da»mit durchgängig besteckte Bret leget man an das Feuer. da»mit die Feilen trocken werden, wornach man es in die Hülttträgt. Zum Ausglühen dieser Feilen gebrauchet mau Eynders,welche nach der zuWieliugtonmiller gewöhnlichen Art gebrannt,jedoch in kleinere Stücke, von der Größe einer Haselnuß, zer«schlagen sind. Dergleichen CvnderS werden vor das Gebläsegeleget, und auf selbige ein alter eiserner Grauen gestellt , so,daß er gleichsam eineArt von kleiner Haube macht. Der Gra«pen selbst wird mit CvnderS bedeckt, und unter demselben undauf die Cynders leget man zugleich, z, 4, 5 bis 6 kleine Feilen.Der Arbeiter muß hierbei, auf den Grad des Feuers sehr wohlAcht geben, damit sich die Feilen nicht krumm stehen. Ekkehrt sie daher zuweilen um, und so wie er sieht, daß sie roth-braun geworden, nimmt er sie heraus, und löscht sie senkrechtin eincm Eimer mit kaltem Wasser ab, worin ebenfalls Bier»Heftn und Salz sind.
Es ist gar nicht zu zweifeln, daß die deutschen Fei«kenhauer, wenn sie nur Mühe und Fleiß anwendenwollten, nicht eben die Geschicklichkeit erlangen sollten,, die englischen Handgriffe und Verfahrungsarken nachzu«machen; nur wäre zu wünschen, daß der Staat die Fei«lenhauer in diesem Falle unterstühke, und ihnen sowohldie gedachte Maschine, deren Werth ihr Vermögen wohlübersteigen dürfte, als auch eine Schleifmühte, welchezugleich auch verschiedenen ändern Metallarbeitern be«„ trachkliche Dienste thun würde, verschaffen wollte. Außerder Steyerrnark, Nürnberg und Solingen, bestehen dirInnungen der Feilenhauer gemeiniglich nur aus sehrwenig Meistern, wie sich denn zu Berlin nur ihrerbefinden. So wenige Meister sind freylich nicht WStande, die Kosten herbeyzubringen, die eine solch*Maschine und Schleifmühle erfordern.