Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
506
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50 6 Feisten. Felbel.

Feisten, ist sowohl in der thätigen als mittlern GattMlgim Oberdeutschen, für feist machen und feist werden üb«lich. Die Zeit des Feistens in den Wäldern, die.Zeit, va die Schweine zur Mast in die Wälder getrie«den werden.

Felsterling, im Oberdeutschen, i. eine Art Aepfel^ wel«che groß und auf der einen Seite roth sind.r Frisch muthmaßet, daß es hier für Fäusterling stehe, weildiese Aepfel die Größe einer Faust haben.

2. Line Art großer Bllze, in der Größe eines Bek«kens, und in der Gestalt eines Kälbergekröses, welche. oben gelb , unten aber weiß sind.

Felbel, Fätbel, Felde, Fr. Velpe, ein unvoükomme«per Sammet, der jedoch von dem Plüsche un/erschieden. ist. Er wird, wenn er ohne Blumen und Streifen ist^...ebenso, wie der Sammet gewirket. Der Unterschied^ besteht bloß darin, daß er weil längere Haare hak, alsder Sammet; es stehen dieselben auch nicht aufrecht,sondern sind niedergedrückt. Der Auszug ist Seide/.. der Einschlag hingegen feines leinenes Garn. Es gib(auch ganz wollenen Felbel. Wir haben dieses Wort. mit der Sache selbst auö Italien oder Frankreich he*. kommen (').

. ^ Man hat die Felbel ein- und vielfärbig, mit man«cherley schönen Mustern, und sie werden von den Sei«

- dsnzeug-und Sammetwebern, in Berlin, Hamburg,und verschiedenen gndery Städten Deukschhm«des in Menge verfertiget.

, Der Felbel wird sonderlich zum Futter und zum;Äusschlage der Winterkleider gebraucht, und damit daS

Futter

C) 2m Itali heißt, der Plüsch Felpa , welches Wort wegen derzotigen einem Feite ähnlichen Beschaffenheit dieses Zeuges so-wohl, als des Plüsches und Sammkes, welcher letztere sntFranz. Velours, im Ital Velluro, im Span. Veluiäo, und lMEngt Velver heißt, yo» dem Lak. Velins abstammet. Sied^such Falbel und Fell.