I
Feld.
509
Mit den Bändern und Riegeln entstehen, und nachherentweder mit Steinen ausgemauert, oder zuvörderstousgestaket und mit Lehm ausgekleidet werden müssen.Sie heißen sonst auch Fäcker oder Lache.
Die auszumauernden Felder werden entweder aus da-Viertel oder aus den hohen Stein abgebunden; d- i. wenn dieMauersteine der Breite nach über einander gelcgct werden sol«len, so muß das Holz über 6 Zoll dick seyn; wird aber derStein auf die schmale Seite gesetzt, so ist etwas über 4 Zollhinreichend.
Bey den Faßbindern, heißt Feld der Raum einesFasses zwischen den Reifen.
2. In figürlichem Verstände, in welchem diesesWort unter verschiedenen theile Erweiterungen, theilsEinschränkungen üblich ist,
(r) In weiterer Bedeutung, der außerhalb derStadt, des Dorfes befindliche Theil der Oberfläche derErdkugel, er mag nun eben oder bergig seyn; der Zwi-schenräum zwischen denSkädken und Dörfern; Cam-pus, Fr. Champ. In diesem Verstände werden oftolle zu einem bewohnten Orte gehörige unbeweglicheGüter, sie mögen nun aus sfetreideland, oder aus Wie.fen, Wäldern, Wein bergest u. s f. bestehen, die Flur,das Feld, genannt. Das Stadtfeld. Das Schönhau-fer Feld. Auf freyem Felde. Soll in diesem Verstatt»de ein ebener Theil der Erdflache bezeichnet werden, sopfleget man die Beywörter flach und even beyzufügen,wofür in der deutschen Bibel auch Älachfeld üblich ist.Dahin gehören auch die im gem. Leben üblichen adver.bialischen und theils figürlichen Redensarten, über Feldgehen, fahren, verreist»,, über Feld seyn, verreiset seyn,über Feld herkommen, von einem fremden Orte; wel«che Ausdrücke doch nur von kurzen Reifen, welche sichNicht weiter, als von einem nahen Orte zum andern er«strecken, gebraucht werden.
(2) In engerer Bedeutung unter verschiedenen Be.öiehungen.
a) 2»