Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Fenchel. (Azorischer) Faches. (Gem. deutsche 547

unterscheiden; es ist derselbe mit keinem hervorragendenhäutigen Rande beseht, dergleichen man an dem Dill-Samen wahrnimmt.

Fenchel, (Azoischer) siehe Fenchel. (Italiänischer)

Fenchel, (Btir-) kcuceäanurn Linn. f. ^aarstcäntz.

Fenchel, (Frauen-) siehe den folgenden Artikel.

Fenchel, (Gemeiner deutscher) Frauenftnchel, Foe-niculum vulgäre Offic Foeniculum vulgäre germani-cum C. B. et Tourn. Foeniculum s Marathrum vulga-tius Lobei, Anethum Foeniculum Linn. Fr. Fenouilcommun, wächst in Frankreich und der Schweiß wild;bey uns wirb er auf den Feldern und «» den Garten erzo-gen. Die langqeschwänzte, dauerhafteWurzel treibt einenstarken, gest, eilten r bis z Ellen hohen, und in viele Aesteverbreiteten Stange!. Der Blattstiel verbreitet sich amUntern Ende in eine bunte Haut, welche den StängelUmgibt, und trägt große, i» etliche gepaarte Flügel ge-theilte Blätter, deren Blättchen schmal und haarförmigsind. Dle Dolden sitzen an den Spitzen der Aeste,

' sind groß, und die Blümchen gelb. Aus letzter» ent-. springt ein länglicher und halb rundlicher, halb platterSame, welcher am Geschmacke scharf und süßlich, undam Gerüche lieblich ist. Die Wurzel riecht wohl, schmecktaber scharf und etwas bitter.

Der Same, welchen Einige vorher in Honigwasseezu weichen pfiegen, wird im April auf ein gutes Gar-tenbeet gesaet. Wenn er erwachsen ist, läßt man dirPflanzen, wenn e6 den Tag vorher geregnet hgt, aufein wohl gegrabenes Land, welches noch Dünger in sichhat, 1 Schuh weit in die Länge, und Schuh indie Quere, von einander stecken. Die Stöcke laßt manden Winter über im Lande also stehen , weil sie nichtleicht, als nur bey trocknem Froste, verderben. Da-, her pflegen auch Einige eine Anzahl Stöcke mit ihren

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