Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
Seite
575
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Fenster. 575

Topfe, C; das stamländische Dachfenster mit einemGiebel, D; und das Heubodenfenster, E.

Das Dachfenster ä Denmßk, a , wird mit dem vollenDache -edeckel, gegen den Winkels ausgenommen, woselbstman eine kurze Rinne, oder eine Kchle, die deren Stelle vertritt,anfügen muß. Auf den Ziegeldächern macht man diese Rinnevon Preis« (Ort-oder Walm«) Ziegeln, welche das Wasseraus beyde Seiten gießen. Bey den Schieferdächern ist dieseRinne mehrenkheils von Bley. Sowohl öas.Me Dach, alsdas vom Dachfenster, stoßen in diese Rinne vermöge eines, 2Zoll überspringenden, kleinen Randes.

Das Dach des Fensters B, wird gerade weg mit kleinenSchiefern gedecket, welche eine Ründung machen. Es ist anbeyden Seiten durch Abfälle geendigt. Die Vereinigung derbeyden Dächer auf dem Forste wird mit einer Bleykafel zuge-decket. Gemeiniglich decket man auch Bley auf den Vorder«Theil.

Die Dachfenster, welche für den Baumeister undZimmermann gehören, und bey ansehnlichern Gebäu-den angebracht werden, Fig. 636, sind: das Äapp-Fenster mir gedrucktem Bogen, Fr. Lucsrne bomböb,A; das Rappfenster mit vollem Bogen, Lucarneeiner£e, ß; das gerade Rappfenster, Lucarne quar-röe, C; das Zirkelrunde Ochsenauge, Oeil de boeufrond,/); das eyrunde Ochsenauge, Oeil de boeukovale, E; und da« Ochftnange mit niedrigem Bo-gen, Oeil de boeuk bombte , F.

Die Kappfenster find von verschiedener Proportion.Erstlich müssen solche, in Ansehung ihrer Breite, sammtden Säulen oder Gewänden, den übrigen Fenstern desGebäudes, wo sie angebracht werden >ollen, im Lich.ten gleich seyn, und also nur die Gewände schmälerausfallen. Dieses beobachtet man bey allen Gebäuden,in Ansehung ihrer Breite; die Höhe aber muß derBreite 1? mahl gleich seyn, wenn sie auf gemeine Ge«baude geseht werden, oder auch öfters gar viereckig.Bey etwas bessern und zierlichern Gebäuden aber machtvan diese Art Fenster i£ mahl so hoch, als sie breit