Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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656 Fett.

den Winker in kalten Landern überstehen, einen große«Vorrath von Fett mit in ihre Höhlen nehme«.

*• Die mineralischen Säuren bringen mit dem Fetteeben dergleichen Erscheinungen hervor, wie Mit den mil«den nicht flüchtigen Oehlen der Vegetabilien, welche we«r' der eine harzichte noch gummichte Eigenschaft haben,v und nicht trocken werden, dergleichen das Brenn - undOlivenöhl ist, und welche die neuern Chymisten deswe«gen fette Öehle genannt haben. Die 'Alkalien löse«auch das Fett eben so wohl, wie diese Qehle auf,» und machen mit ihm eine Seife von einerley Art.. Esenthält keinen Theil, der so flüchtig ist, daß er bey demGrade der Wärme der siedenden Wassers aufsteige«>- könne; es fangt nicht anders Feuer, als wenn es in derfreyen Luft, bis auf den Punct, da es in Dämpfe auf'" steige, erhitzt worden. Endlich so bekommt es, wen«" es alt wird, eine scharfe und ranzige Eigenschaft.

Wenn man das Fett bey einem Grab der Wärme,welcher größer, als die Wärme des siedenden Wajstrs"ist, der Destillation unterwirft, welches folglich in ei«.nerRetorte und im freyen Feuer geschehen muß: so gehtanfänglich eine saure Feuchtigkeit und eine kleine Portion*■;' Oehl über , welches flüssig bleibt; bey fortgehender->H flistation wird das Saure, welches aufsteigt, immeruachund nach stärker, und das Oehl^immer mehr und mehr" dicker, dergestalt, daß es wieder in der Vorlage gesteht,■ und fest wird. Während dieser Destillation geht keine• andere Substanz über: und wenn endlich die Retorteglühet, so bleibt nur eine überaus kleine Menge einerkohlichten Substanz von derjenigen Art übrig, welchenicht anders, als mit der größten Schwierigkeit, ver«brennen.

Wenn man das fest gewordene Oehl, welches fwin der Vorlage befindet, zum zweyten mahl destillirt,so erhält man noch eine neue Menge Saures, welches

aber nicht mehr fest wird. Wenn man auf diese Weist

die