Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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66o - Fett.

vnb über dem Ofen brandgesährlich vorhanden find, wegräu-men. Wen« ja etwa, durch ein Versehen, dergleichen Fettein Brand kämen, muß man sogleich etliche Hanbvolt Aschedarein werfen, oder eine Quantität Lauge darein schütten- Auchwird Seisenwaffer, Milch nndMistpfützenwaffer, zu Löschungdes brennenden Fettes gute Dienste leisten. Gemeines undreines Wasser aber thut hierbey nicht so gut, oder man müßtedessen zum Löschen eine große Quantität einschütten; wird aberzu wenig Wasser in das brennende Fett gegossen, so wird dieFlamme davon nur vermehret. Zugleich muß man das Feuerim Ofen entweder ausgießen, oder behutsam heraus nehme«laßen.

Wenn Fette in der Küche, aus dem Herde, oder in den' Kaminen, oder Osenlöcher«, Flamme fangen, so pflegt dieseFlamme g emeiniglich sofort den Schornstein hinaus zu fahren,und ihn in Brand zu bringen. Dergleichen geschieht, wennman Butter, Schmalz, Speck, Talg und dergleichen Fette i«dem Ofcnloche, Kamin, oder auf dem Herde, über glühendenKohlen, oder gar über Flammenseucr schmelzen, und mit Fleißaufs äußerste braun werden läßt, um sie dadurch schmackhafterzumachen, aber unbehutsam dabey verfährt, daß solche heißgemachte Fette Flamme fangen- Dergleichen Unglück entsteheauch manchmahl, wenn man Bratwürste, Böge! und andere der«gleichen Dinge in Butter oder Fett bratet, oder Mehlgebacke'ncs machet, und die heiß gewordene Butter in Flamme gcr«'then laßt. Dieses eräugnet sich vornehmlich, wenn unter demTiegel oder der Pfanne, worin daS Fett ist, nicht bloß Kohle«'sondern auch ein Flammcnseucr ist, oder miverschends darmtt^oder daneben entsteht, und die äußere Fläche des Tiegels ametwas fettig geworden ist, oder wohl gar einen Riß hat, daßdas Fett durchdringet; da denn das auswendig daran klebendeheiße Fett leicht zuerst entzündet wird, und von da die äußereFcttflamme augenblicklich auch das Fett im Tiegel selbst ,rtFlamme bringt. Die Erfahrung hat gelehret, daß das E«>'zünden der Fette gemeiniglich in metallenen Gefäßen leichter,als in guten und nicht zersprungenen irdenen, geschieht. Wen»aber auch gleich die äußere Seite des metallenen oder irdene»Gefäßes nicht fettig, das Fett im Gefäß aber äußerst heißworden ist, daß ein starker Fettdampf davon aufsteigt, so kan»dieser dennoch leicht durch eine kleine Flamme vom Holze- Mso gar von einem nahe dazu kommenden Lichte, entzündet E,