Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Fett.

den; -oder es darf nur in sehr heißes Fett ein oder etlicheTropfen Wasser gespritzet, oder an einem Löffel hangend, umverschends beym Umrühren hinein gebracht werben, so kannauch bloß dadurch die Entzündung des Fettes verursachet wer-den. Um nun dieses zu verhüten, muß das Gefäß, worin«das heiße Fett ist, mit einer reinen und trocknen eisernen oderirdenen Stürze genau bedeckt seyn. Wenn aber ja dergleichenFette Flamme fangen, muß man entweder das Gefäß, wen«es offen ist, eiligst mit einer trocknen Stürze, oder Schüssel,oder einem andern Deckel bedecken, und wenn also die Flammeim Gefäß erlischt, dieses, wo möglich, sofort vom Feuer weg-heben, oder wenigstens das Feuer hurtig, jedoch behutsam,wegiaumen. Könnte man aber etwa» also dieFettflamme nichtgleich wieder ersticken, 'so muß man geschwind etliche HandvollAsche i« das brennende Fett werfen, oder dieses aus dem Tie-gel gar in die Asche gießen; übrigens auch dasjenige beobach-ten , was im vorhergehenden Abschnitt, in Ansehung des Was-sers erinnert worden. Man thut allemahl besser, daß man aufeinem Feuerherde, und nicht im Ofcnioche, oder Kamin, (wieviele gemeine Leute, doch bloß aus Gemächlichkeit thun,) dasFttk heiß mache; denn, wenn sich dieses etwa entzündet, so kan«die Fettflamme auf dem Herde doch nicht so leicht, als im Ofen-loche oder Kamiu, den Ruß im Schornstein anzünden.

Will man das Fett oderGchmeer emeZeitlang,ja etliche Jahre aufbehalten, so läßt man es wohlaus, siedet es eine gute Stunde, wirft in dieser Zeit«uch ein wenig Salz und Zwiebeln hinzu, fasset es inein glasurtes Geschirr, und übergießt selbiges zu oberstwie reinem Schöpsenfett, daß es sodenn eine gute Deckebekomme.

Was zuvörderst den medicinifchen Gebrauch undNutzen der Ferre überhaupt betrifft, so wußte manwahrscheinlich in altern Zeiten keine andere Eigenschaf-ten davon, als daß sie lindernd und erweichend wären;in den neuern Zeiten aber hat sich ihr Arzeneygebrauchweiter verbreitet. Man schreibt ihnen nun mit demgrößten Rechte eine obtundirende Kraft zu, wenn sietunerlich genommen werden , weil sie alle Arten derTt z Schärfe