Band 
Zwölfter Theil, von Fa bis Fet.
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Feit. 671

then, wenn man seinem Magen nicht trotzen will. Ich wiSdazu einige Vorschläge thun. Das Fett junger saugender Thie»re ist mit vielen suppichten Theilen vermischt, und gibt als»nicht nur mehr Nahrung, sondern ist auch verdaulicher, alsdas Fett alter Thiere, welches zu einem förmlichen Oehl wir-,und aller Verdauung-kräfte spottet. Eben dieses gilt von denverschnittene» Thieren, deren Fett locker, saftig und auftösba«rer ist, als anderes. Daher genießt man fette Hühner, Kapp«Hähne, Vögel, und fettes Kalbfleisch, Lammfleisch u. s. w.ohne sonderliche Beschwerlichkeit. Unter den ältern Thiere« istdas Fett derer, die arbeitjam sind, bester, als solcher, die iaRübe sind, und sich noch dazu mit faulen und verdorbenen Nah«rungsmitteln mästen. Das Rind-fleisch ist «och nicht so schäd-lich, als der Speck der zahmen Schweine, welcher seme Bösar-tigkeit bey empfindlichen Leuten besonders offenbaret. Er thutnicht allein im Magen bey ihnen alle die übele Wirkungen, wel-che oben genannt worden, sondern er verderbt auch die übrige«Säfte im menschlichen Körper sehr schnell. Auch unter den fet«im Fischen ist ein großer Unterschied zu machen. Das Fettder Karpfen ist zarter und gesunder, als das Fett anderer Fi«sche, besonders der geräucherten Häringe, der Aale, und derfrischen geräucherten Lachse. Diese letztere Ftscharten erforderneinen starken Magen. Die Bücklinge verursachen Ausstößen,und die Makrelen selbst, die einen so feinen Geschmack haben,werden dieses Uebels schuldig, weil sie schon an sich viel öhlich«tes Fett haben, und doch wohl noch in Butter gebraten wer-den. Der Lachs hat eine besondere Fettigkeit, welche dazn ge-macht zu seyn scheint, das kalte Fieber zu erregen. Das Fettder Aale hat mit dem Oehle der frischen Lachse viel ähnliches,und empfindliche Magen können es nicht vertragen. Ob mangleich die frischen Lachse und Aale stark würzet, und mit Essigspeiset, so kann man doch an Leuten, die vor kurzem von, Fierher genesen sind, ihre schädliche Eigenschaften erkennen, indemsie es solchen Leuten fast unfehlbar wiederbringen. Das Markder Rnochen, kommt/ seiner Natur nach, dem Fette derThiere am nächsten; doch vermischt es sich noch eher mit derBrühe, wenn es darin zerrieben wird, und ist an sich schon nahr-hafter, als das Fett im Netze und dem faserigen Gewebe. Esverträgt viel Salz, und wird am besten wit einem leichten undwvhlgerbsteten Brode gespeiset, welches das Fett in sich sauget,und, da es sich selbst leicht verdauen und auslösen läßt, dadurch

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