672 Fett.
verhütet, daß rS nicht;u lange im Magen verweile, und ih"erschlaffe. Nichts desto weniger kann man gar Ie;cl;{ davon jüviel genießen, und, in der Hoffnung, wohl gemästec zu weiden,sich den Magen verderben. Das Mark »st Vichk nahrha-ier undunschädlicher, als in der Fleischbrühe aufgelöset, zu genußcnrundldaher ist es ein wesentliches Srück «e, garen Krasksupperi,worin sonst weder Fett noch Gallerte viel taugen. Wenn manbedenkt, was eine fette Suppe in einem schwachen Magen asteke, so wird man leicht eingestehen, baß nichts der Gei«udheltnachtheiliger seyn müsse, als sie in Verbindung tuu einer an-dern unauflösbaren und unverdaulichen zu genießen. Da? Fettentkräftet die Fasern des Magens, und verstoplt bie Qu-ue»,welche ihm den Verdauungssaft zuführen. Was soll»» einemsolchen Magen wohl aus einer «ähcn und nicht leicht verdauli-chen Speise werden? Wenn dem Magen alle seine Vei dauuugs-Säfte im reichsten Maße zuströmten, und wenn seine Fasernaufs beste gestärkt wären, so würde er doch alle Muhe Haben,einen weichen warmen zähen Mehltcig in gute« Nahniligsiastzu verwandeln, ob er gleich, mit allen seinen Kräften gewnffnet,an diese Arbeit gicnge. Gesetzt aber, man gäbe mit dieserSpeise zugleich dem Magen da? Gift dcrVerdauung, dasFul»was würde wohl daraus erfolgen? Würde nicht der warnttMehlteig, der sich ohne dieß schwer auslösen laßt, wie ein Steinin dem schwachen Magen liegen bleiben und diückel,, und dieVerdauung und den Appetit verderben? Das geschieht, wennman fette Pfannkuchen, und Klöße mit Speck und fettem Schwein-Fleisch, genießet, wie auch um die Zeir, da man Hredweg zemtin Hamburg zur Fastenzeit gewöhnliche Speise aus Sewmcftmit warmer Butter) speiset, an vielen Personen, welche sicheine Fastnachtssreude zu machen gedenken.
Hrn. D. Zückerr Abh. von den Speisen aus dem Thicrreich,
' Beil. 1777 > 0t. 8- S. i fy fgg.
Von dem Ferr oder schniierichren Wesen in derSc!)crfwolle, L. Oes^pus, Fr. Oest^pe, oder 8v>n,siehe unter Wolle.
Ferr, L. kinZuis, Obesus, Fr. Gras. i. Eigentlich,i) Wohl genährt, gut gefüttert, gemästet. Er »stdick und ferr. 2 ) In engerer Bedeutung. Fett ha'bend, es sey nun von Natur, oder durch dieK-"st/
Ferces