Fettigkeit. 677
tel mäste« ober desto schneller und stärker, je Weni-ger Leibesbewegung man dabey hat; und dieses isteine neue Ursache der Fettigkeit. „ Ein Mensch, der■ „gut speiset," sagt Hlppvcrakes, „kann nicht ge-„fund seyn, wenn er md)t Leibesübung dabey hat,„und man muß immer zusehen, daß die Arbeit und„die Sättigung einander im Gleichgewichte halten".Diese Regel ist es, wider welche die. fetten Leute ge-sündiger haben, und Krüger sagte, daß ihre fetteBäuche die Denkzettel wären, welche die Natur de-. nen anhinge, die sich an ihr versündiget hätten.
. In der Thal, sieht man aus der Erfahrung, daßnichts geschwinder mäste, als gutes Essen und Trin«
, ken, mit der Leibesruhe und Gemächlichkest verbün-den. Wie schnell werden nicht die Pferde fett,wenn sie bey gutem Futter müßig stehen! Wen«Matt die Zugochsen , die vor dem Pfluge abgetriebenworden, auf eine gute Weide bringt, so legen sie 'inkurzer Zeit ein wohlschmeckendes Fett an. Durchreichliches Futter und eine künstliche Lähmung, wer-' den die Gänse, Tauben und anderes Federvieh un-förmlich fett gemästet; ja, man weiß von den Men-.scheu selbst, daß sie auf diese Weift am geschwinde-sten fett gemacht werden können. Als Demetkssl-' Poliorcetes in die Gefangenschaft Herieth, und da-rin dennoch königlich bedient wurde, nahm bey ihmdas Fett dergestalt überhand, daß er nach wenigenMonathen daran sterben mußte. '
Auch die Gemürhsruhe mästet, wen« die übri-gen Umstände dazu kommen, weil sie die Gesundheit. befördert, und den Kräften der HerdaßUNg kein Hin-derniß in den Weg leget. Hierdurch wird das Bluklnik nahrhaften Theilen sehr überhäuft, und dieserUeberfiuß legt sich beym Mangel der Strapazen zu
U u z 'Kette