Fettigkeit. 685
Blattern/ 80 Pfund leichter geworden Dieses kann«was helfen. Allein, man muß wissen, daß sichnach den Krankheiten, nach den Holztränken undSpeichelcuren, das Fett gemeiniglich eben so geschwindwieder einfinde, als es verschwindet. Es geht über-haupt mit diesem Wachsen und Abnehmen sehr schnellzu. Man kann ein eingesperrtes Schwein in drey Ta-gen fett mästen; und eine fette Lerche, die in EinerNacht gemästet worden, ist schon am folgenden Tagewieder viel magerer.
Ich wünsche den dicken Leuten keine Krankheitenzu ihrer Cur. Noch viel weniger aber kann ich ihnenArzeneyen rathen. So gar die harren Speisen, unddie scharfen, hitzigen und reitze,rde» Gewürze, wel-che in der That das Fett verzehren, müssen nicht ehergebraucht werden , als bis man wenigstens gewißweiß, daß fette Leute nicht zugleich vollblütig sind,damit man sie nicht durch solche hitzige reihende Mit-tel in Gefahr sehe. Galen hat einen fetten Jünglingmit Theriak, mit Theriaksalz, mit Laufen undReiben befreyet. DaeRauen des Tobacks hat einenAndern mager gemacht. Bverhaave gebrauchte saureSachen, die Weinsteinkrystallen, den Weinstein-Rahm , und dergleichen Purganzen; Einige habenden Weinessig mit Nutzen genommen, wie der Ge-neral, von welchem Strada redet, welcher sich durch die-ses Mittel um 87 Pfund leichter gemacht hat. Dochist er die meisten mahle schädlich; und Hr. v. Hüllerführt das Beyspiel eine« Baumeisters an, der sichdes Weinessigs, um sich mager zu machen, bedienthat, sich aber ohne Aufhören darnach erbrechen müs-sen. Sein Magen wurde nach seinem Tode, in derDicke von 2 Zoll, ganz verhärtet gefunden.
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