8
Glauberisches Salz.
keit der Krystallen dieser Salzes her. Aus eben demGrunde zerfließt das Glauberische Salz vermittelst die-ses Wassers, wenn es einer etwas schnellen Warmeausgesetzt wird, und bleibt in diesem flüssigen Zustande,bis es verdampft ist; alsdenn aber wird es trocken undfest, und es ist ein sehr großer Grad Wärme nöthig,wenn eS hernach in wirklichen Fluß kommen soll.
Dieses Salz, ungeachtet es so gar in kaltem Was-ser sehr auflöslich ist, gehört zu denjenigen, welche ftchin weit größerer Menge im warmen, als im kaltenWasser auflösen. Das Wasser löset von demselben,vermittelst der Wärme, beynahe eben so viel, dem Ge-wichte nach, auf; und man muß, dieser Eigenschaftwegen, die Krystallisation desselben vornehmlich durchLaS Erkalten der hinlänglich abgedampften Auflösungzuwege bringen. Eö ist auch ein sicheres Mittel, dieschönsten Krystallen zu erhalten, wenn man das Was-ser, welches damit angefüllt ist, so lange abdampfenläßt, bis man gewahr wird, daß ein Theil dieses Was-sers, den man zur Probe genommen hak, durch feinErkälten sehr geschwinde Krystallen entstehen läßt, undwenn man alsdenn alles in flache Gefäße vertheilt,und langsam kalt werden laßt; es werden desto größe-re Krystallen entstehen, je eine größere Menge von derFeuchtigkeit bearbeitet wird. Man kann, wenn manj,n Großen arbeitet, diese Krystallen wiele Fuß lang,und nach Beschaffenheit auch dick, erhalten. DieseKrystallen liegen wagerecht auf einander; und deswe.gen ist es gut, die Krystallisation in platten Gefäßenvorzunehmen.
DaS Glauberische Salz kann eigentlich nur vrr-mittelst eines mit brennbarem Wesen erfüllten Salzes,unmittelbar aus seiner Mischung gesetzt werden; denndie Zersetzung , welche man durch metallische Solmio-um von demselben macht, geschieht vermöge einer dop.peilen Verwaudtjchaft, und diejenige, von welcher
BüNMc-