Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Glauberisches Galz. 7

dieses Salzes, die er bey ihm fand, bewunderte, gab ihmden Nahmen U?underfalz, welche Benennung esauch behielt; da aber die Zeit nach und nach dasWunderbare der neuen Dinge vermindert, so nenntman es jetzt bloß Glauberisches Salz, Fr. Sei deGlanber. Im Lateinischen führt es noch seinen altenNahmen; eö heißt immer noch Sal mirabile Glauben;und wenn ja etwas weggelassen wird, so laßt man eherden Nahmen des Erfinders weg, und üennt es bloßSal mirabile.

Ob gleich dieses Salz, wie der vitriolisirte Wein-stein , aus Vitriolsaurem und feuerbeständigem Alkalizusammengesetzt ist: so ist es doch von demselben in vie-ler Betrachtung unterschieden, weil das mineralischeAlkali von dem vegetabilischen gar sehr unterschiedenist. Sein Geschmack ist salzig, und zugleich bitter.Unter den Mittelsalzen ist es eins von denen, welche diebesten Krystallen geben. Wenn es im Großen undregelmäßig krystallisiert ist, macht es sehr großeKrystallen, welche längliche feste Körper oder Arten vonSäulen vorstellen, deren Oberstäche der Länge nachbeynahe wie die Oberstäche der Salpeter - Krystallen ge-streift ist. Diese Krystallen sind, wie das schönste Eis,durchsichtig; wenn sie aber einer trocknen Luft ausge-setzt werden, verlieren sie, durch das Ausdampfen desWassers ihrer Krystallisation, ihre Durchsichtigkeitsehr geschwinde; ihre Oberfläche und hernach selbst derganze Körper dieser salinischen Massen, verwandeln sichin einen salinischen Staub oder in ein Mehl von einermatten weißen Farbe, wie dergleichen sich auch mit denKrystallen des mineralischen Alkali eraugnet. DieMenge des Wassere, welches zur Krystallisation desGlauberifchen Salzes kommt, ist sehr beträchtlich, undbeträgt ungefähr die Hälfte seines Gewichtes. Ebenvon dieser Menge des Wassers der Krystallisation rührt,wahrscheinlicher Weise, die Größe und Durchsichtig-

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