Band 
Neunzehenter Theil, von Glau bis Gra.
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Glauberisches Salz. 1,5

vermittelst der Wärme von aller Feuchtigfeit befteyet,«nd es alsdenn, auf vorgedachte Art in der Gluch be-handelt, doch so, daß keine Kohlen oder andere Kör-per in den Tiegel fallen: so wird man, in einem rechtguten hessiichen Tiegel, daö Salz fließend erblickenkönnen, und zwar dermaßen ruhig und.durchsichtig,daß man in Zweifel geräch, ob der Tiegel ledig odergelullt sey, indem man den Boden des Tiegels eben sodeutlich erblickt, als wenn man einen ledigen Tiegel vorsich sahe. Gießt man das fließende Salz in eine reineGießbuckel, und löset eö, nachdem eö erkaltet ist, inreinem Wasser auf: so wird man nichts rückständigesbemerken. Zeigt sich hingegen das Salz, bey gedach-ter Behandlung, im Flusse nicht vollkommen ruhigund durchsichtig; imgleichen, wili sich dasselbe, nach-dem man es hat schmelzen lassen, im Wasser nichtgänzlich auflösen: so kann man aus diesen Umständenauf-eine Unreinigkeit des untersuchten Salzes schließen.

7. Wenn man das vorerwähnte Pulver mit Koh-lenstaub vermischet, und, wie oben gedacht worden,im Feuer behandelt: so entsteht daraus die so genann-te Schwefel-Leber; und dieses dient zum sicherstenBeweise, daß man ein wahres Salmusabile Glaubenvor sich habe.

8. Wenn man einen Theil reine« Glaubersalz in8 Theilen destillirten Wassers auflöset, so geschiehtsolche Auflösung ohne Rückstand. Wenn man alö-dcnn mit Wasser verdünntes Vitrivlöhl, oder eine an-dere Saure, in diese Solution tröpfelt, so muß sichdieser Zusah mit der Solution ruhig.vereinigen, nähm-lich, ohne daß man ein Geräusch hört, oder Blasenaufsteigen sieht. Tröpfelt man in gedachte Solution,an statt der Säure, etwa« Oleurn tarrari per deuq.oder klare im Wasser austzelösete Pottasche, so mußauch hiernach kein Geräusch oder Aufsteigen der Bla-sen erfolgen, noch die Solution trübe werden. Be-

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